Wollige Herbststimmung

Die erfolgreiche Biathletin Magdalena Neuner findet den notwendigen Ausgleich zum Spitzensport im Stricken. Foto: wanda
Die erfolgreiche Biathletin Magdalena Neuner findet den notwendigen Ausgleich zum Spitzensport im Stricken. Foto: wanda

Antiquiertes Handarbeiten war gestern. Der Trend zum Stricken begeistert die Modewelt.

Schwarzach. Strick bleibt in jeder Wintersaison Trend. Doch heuer fragt man sich: selber stricken oder kaufen? Statt Großmüttern greifen auch junge Trendsetter zu Nadel und Wolle, sodass einzigartige Stücke entstehen: Socken, Stulpen, Schals oder Pullover. Für jede Schwierigkeitsstufe ist das richtige Accessoire dabei. Besonders als Geschenk sind die selbst gefertigten Kleidungsstücke begehrt und zeugen von besonderem Engagement. Auch Handarbeitskurse und Strickpartys feiern Hochsaison und werden von immer jüngeren Frauen geradezu gestürmt. Pfiffikus und die Volkshochschulen in Vorarlberg verzeichnen ebenfalls gesteigerten Bedarf an textilen Kursen. Mütter und Töchter sitzen und stricken in einer Reihe.

Pure Entspannung

Doch nicht nur Individualität steht im Vordergrund der Strick-Epidemie. Auch die beruhigende Wirkung dieser Handarbeitstätigkeit wirkt auf Stimmung und Gemüt. Auch Weltstars wie Sarah Jessica Parker nutzen an anstrengenden Drehtagen ihre knapp bemessene Zeit und entspannen sich nach der „2 Links – 2 Rechts“-Methode und zaubern damit besondere Einzelstücke für ihre Lieben. Auch vor Spitzensportlerinnen macht der ungewöhnliche Trend nicht Halt, wie das Beispiel von Biathletin Magdalena Neuner beweist.

Alte Liebe

Auch alte Omas in deutschen Seniorenheimen haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und entwickelten eine eigene Marke: Das Label heißt „Alte Liebe“ und umfasst eine Vielzahl an Wollmützen ab 32 Euro, die neben dem modischen Effekt auch Alt und Jung wieder näher zusammenbringen sollen. Auf jeder Packung ist der Name der Urheberin vermerkt. Der Käufer hat die Möglichkeit, mit einer extra beigelegten Postkarte Kontakt mit der „Strickliesl“ aufzunehmen. Als Alternative zu herkömmlicher Wolle werden Luxus-Garne empfohlen: Fell von Moschusochsen und Alpakas, Angora oder Kaschmir. Wer sich teure Kaschmir-Pullis im Handel nicht leisten möchte, findet in selbst gestrickten Teilen eine günstige Alternative. Dabei herrschen allerdings große Unterschiede bei den Materialien. Die Wolle von Alpakas ist besonders hautverträglich und für Allergiker geeignet und hält im Winter warm. Zahlreiche Strickmuster findet man in hochwertigen Magazinen wie „Rebecca und Rowan“ oder im Internet mit Videoanleitung.

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