Mehr als der Mann für alle Fälle

von Christian Adam
Benedikt Zech: Nicht nur seine fußballerischen, auch seine Führungsqualitäten sind bei Pogon Stettin gefragt. Wiola Ufland/Pogon Szczecin/3

Benedikt Zech: Nicht nur seine fußballerischen, auch seine Führungsqualitäten sind bei Pogon Stettin gefragt. Wiola Ufland/Pogon Szczecin/3

Benedikt Zech sorgt mit Pogon Stettin für Furore und rückt sich vermehrt ins Blickfeld.

Stettin Es läuft, auch wenn das vergangene Jahr alles andere als „normal“ war. Benedikt Zech aber hat sich durchgesetzt. Schon im ersten Jahr beim polnischen Erstligisten Pogon Stettin etablierte sich der 30-Jährige in der Stammelf, in der laufenden Saison ist der Innenverteidiger kaum mehr wegzudenken. Kein Wunder also, dass sich der ehemalige SCRA-Spieler dank seiner stabil guten Leistungen auch für andere Klubs interessant gemacht hat. Zumal sein Name in diversen Medien immer wieder im „Team der Runde“ Einzug fand. „Damit“, so erzählt Zech, „beschäftige ich mich ganz und gar nicht. Im Fußball geht eh alles so schnell. Ich konzentriere mich allein auf meine Aufgabe hier in Stettin. Immerhin haben wir uns eine gute Ausgangsposition geschaffen.“ Vor allem deshalb, weil die letzten Spiele vor der Winterpause allesamt gewonnen werden konnten. Mit gerade einmal einem Punkt Rückstand hinter Legia Warschau (29 Zähler) und punktegleich mit dem Tabellenzweiten Rakow (28) darf man beim Klub aus dem Nordwesten Polens durchaus nach Höherem streben. Dafür verantwortlich war vor allem die Defensive mit Zech, was auch die Zahlen belegen: Gerade einmal acht Gegentreffer kassierte man in 14 Begegnungen.

Coronavirus in der Mannschaft

Sein Blick zurück erzählt aber auch von schwierigen Zeiten. Etwa als Ende September/Anfang Oktober das Coronavirus in der Mannschaft wütete – und auch Benedikt Zech bedient war. „Vier Tage lang hatte ich hohes Fieber“, berichtet er. Als einer der letzten im Team war er positiv getestet worden, auch seine Gattin Anna zeigte Symptome, wenn auch leichterer Natur. „Gleich nachdem ich dann wieder ins Training eingestiegen bin, hat mich der Trainer gefragt, ob ich gegen Danzig (Anm. d. Red.: 19. Oktober) auf die Bank sitze. Das habe ich gemacht und wie es der Teufel wollte, hat sich unser Innenverteidiger kurz vor der Pause verletzt. So habe ich fast einen Kaltstart hingelegt und war schon ziemlich geschlaucht.“

Inzwischen ist Zech aber wieder im Vollbesitz all seiner Kräfte. Zuhause im Ländle konnte er über Weihnachten und Neujahr Kraft tanken, zumal die Quarantäneverordnungen auch nichts zuließen. Derzeit läuft die Vorbereitung und Zech ist allein in Stettin. „Anna ist vorerst im Ländle geblieben“, sagt er und verrät, dass er im Frühling „Papa“ wird. Das Jahr 2021 verspricht also viel Gutes im Hause Zech, zumal er selbstbewusst von sich behauptet, in seinem ersten Auslandsjahr nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch gereift zu sein.

<p class="caption">Große Freude bei Zech (Zweiter v. r.) und seinen Teamkollegen.</p>

Große Freude bei Zech (Zweiter v. r.) und seinen Teamkollegen.

<p class="caption">Auch am Platz ist der Vorarlberger für ein Späßchen zu haben.</p>

Auch am Platz ist der Vorarlberger für ein Späßchen zu haben.

„Mir hat es als Mensch sicherlich gutgetan, die Komfortzone verlassen zu haben.“

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