Kraft konnte Ruhetag gut brauchen

Stefan Kraft hat 17,5 Punkte Rückstand auf Leader Karl Geiger. GEPA

Stefan Kraft hat 17,5 Punkte Rückstand auf Leader Karl Geiger. GEPA

ÖSV-Adler schnauften nach der Ouvertüre durch und wollen in Garmisch nachlegen.

Garmisch-Partenkirchen Die derzeit bei den ÖSV-Springern beliebten Tennis- oder Volleyball-Matches in der Halle finden ohne den Teamleader statt. „Ein Spielchen ist im Moment leider nicht drin, zu riskant“, sagte Stefan Kraft mit Blick auf seine derzeitige körperliche Verfassung. Nach einem weiteren Coronatest vor dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen stand für den Salzburger am ersten freien Tag dieser Tournee nur leichte sportliche Betätigung auf dem Programm. „Ich werde ausradeln, eine Runde an die frische Luft gehen und dann meine Mobilisations-, Dehnungs- und Stärkungsübungen machen, die mich wieder in ein gutes Gefühl zurückbringen“, sagte Kraft, der zum Auftakt der 69. Vierschanzentouree in Oberstdorf Sechster geworden war. Den wettkampffreien Tag konnte der 27-Jährige gut brauchen. „Ich bin richtig bereit für einen Ruhetag. Ich spüre mein Gestell schon sehr. Man merkt: Zwei Wettkampftage sind ein bisserl anstrengender als das Training.“

Rhythmus aufnehmen

Der Oberstdorf-Achte Philipp Aschenwald glaubt, dass das zuvor von Corona ausgebremste ÖSV-Team bei der Tournee schnell den Rhythmus aufnehmen können wird. „Natürlich sind wir ein bisschen aus dem Flow rausgerissen worden. Aber die Tournee bietet sich an, da hat man jeden zweiten Tag einen Wettkampf, und dann geht es schnell, dass man wieder reinkommt. Ich fühle mich schon wieder voll im Wettkampfmodus angekommen.“

Im Hochgefühl des Heimsieges von Karl Geiger konnte das deutsche Team den freien Tag besonders genießen. „Auf den Karl kann man sich immer verlassen. Wenn er in seinem Tunnel drin ist, kann er das abrufen. Momentan schwebt er auf einer sehr guten Welle“, so Bundestrainer Stefan Horngacher, der nach dem ersten deutschen Tournee-Einzelsieg seit 2015 spürbar erleichtert war. Nach Geigers Sieg und dem fünften Platz von Markus Eisenbichler hoffe der Tiroler Cheftrainer auf eine weitere Steigerung. „Ziel ist es eher, langsam zu beginnen und stärker zu werden. Das werden wir weiterhin verfolgen. Die anderen werden auch nochmal aufs Pedal steigen, da müssen wir mit“, forderte Horngacher.

Nach den Turbulenzen mit dem polnischen Team und unterschiedlichen Testergebnissen beim Auftakt wurden die Coronaabstriche vor der zweiten Station in Garmisch-Partenkirchen in der Nase genommen. Die erste Serientestung mit insgesamt 760 PCR-Tests wurde noch mit Abstrichen im Mundraum durchgeführt.

SKISPRINGEN

69. Vierschanzentournee 2020/21

2. Bewerb: Garmisch-Partenkirchen  

Donnerstag, 31. 12.:   Qualifikation (14 Uhr)

Freitag, 1. 1.:   2. Tourneespringen (14 Uhr)

3. Bewerb: Innsbruck  

Samstag, 2. 1.:  Qualifikation (13.30 Uhr)

Sonntag, 3. 1.:  3. Tourneespringen (13.30 Uhr)

4. Bewerb: Bischofshofen  

Dienstag, 5. 1.:  Qualifikation (16.30 Uhr)

Mittwoch, 6. 1.:  4. Tourneespringen (16.45 Uhr)

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