Doppelsieg beendet Durststrecke

Der Jubel ob des Doppelsiegs von Matthias Mayer (Nummer 13) vor Vincent Kriechmayr (11) war groß im ÖSV-Team. gepa

Der Jubel ob des Doppelsiegs von Matthias Mayer (Nummer 13) vor Vincent Kriechmayr (11) war groß im ÖSV-Team. gepa

Matthias Mayer gewinnt die Bormio-Abfahrt mit Mini-Vorsprung auf Vincent Kriechmayr.

Bormio Matthias Mayer hat dem ÖSV vor dem Jahresausklang doch noch einen Alpin-Sieg beschert. Der Kärntner gewann eine sich zum Hundertstelkrimi entwickelnde Bormio-Abfahrt vor seinem Teamkollegen Vincent Kriechmayr, damit bejubelte der rot-weiß-rote Skiverband sogar einen Doppelerfolg im letzten Rennen des Jahres. 0,04 Sekunden lag Mayer am Ende vor Kriechmayr, der Schweizer Urs Kryenbühl war 0,06 zurück. Für den ÖSV war es der erste Saisonsieg bei Damen und Herren. Mayer feierte im italienischen Valtellina seinen zehnten Weltcup-Sieg und den sechsten in der Abfahrt. Zuletzt hatte der mittlerweile 30-jährige Routinier im März die Abfahrt in Kvitfjell gewonnen. Der Athlet vom SC Gerlitzen hatte vor zehn Jahren, am 29. Dezember 2010, in Bormio seine erste Weltcup-Abfahrt bestritten. „Also es passt alles zusammen“, freute er sich. Damals war er noch nicht ins Ziel gekommen.

„Ich habe mich voll reingehaut, von oben bis unten. Vier Hundertstel: ein extrem enges Rennen“, sagte Mayer. „Es war auf jeden Fall anders als im Training. Ein paar Stellen waren ein bisschen gemütlicher zum Fahren, ein paar Stellen waren schwieriger, weil mehr Schläge waren.“ Kriechmayr stimmte dem zu. „Es war heute – so blöd es klingt –wesentlich einfacher zu fahren. Das Licht war sehr gut, deswegen war es ein enges Rennen“, sagte der Oberösterreicher und freute sich „für unser Team, dass wir zumindest das Rennen gewonnen haben. Jetzt haben wir wenigstens in der Öffentlichkeit nicht mehr so viel Druck und es wird nicht mehr so viel blöd geredet.“ Im 23. Weltcup-Rennen für beide Geschlechter gelang dem ÖSV der erste Sieg.

Im Kampf um die Plätze ganz vorne gaben auf der unversöhnlichen Stelvio schon kleinste Verschneider und wackelige Momente den Ausschlag. Der Südtiroler Dominik Paris, der Schweizer Mauro Caviezel, der Norweger Aleksander Aamodt Kilde und Ryan Cochran-Siegle aus den USA blieben nicht ohne Lapsus und klassierten sich auf den Plätzen vier bis sieben. Mayer und Kriechmayr trafen hingegen die beste Linie. Der Norweger Kjetil Jansrud, im Super-G Sechster, stand nicht am Start, nachdem er beide Trainings wegen allgemeinen Unwohlseins ausgelassen hatte. Sein Landsmann Kilde geht mit einem sechsten Platz als Führender im Gesamtweltcup und drei Punkten Vorsprung auf Alexis Pinturault ins neue Jahr. Auch im Abfahrts-Weltcup liegt er vorne, hier sind es 22 Punkte Vorsprung auf Mayer.

„Ich habe mich voll reingehaut, von oben bis unten. Vier Hundertstel – ein enges Rennen.“

Ski Alpin

Weltcup Abfahrt der Herren in Bormio  

1. Matthias Mayer (AUT) 1:57,32

2. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:57,36 +0,04

3. Urs Kryenbühl (SUI) 1:57,38 +0,06

4. Dominik Paris (ITA) 1:57,45 +0,13

5. Mauro Caviezel (SUI) 1:57,48 +0,16

6. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:57,60 +0,28

7. Ryan Cochran-Siegle (USA) 1:57,62 +0,30

8. Matthieu Bailet (FRA) 1:57,70 +0,38

9. Johan Clarey (FRA) 1:57,79 +0,47

10. Beat Feuz (SUI) 1:57,91 +0,59

11. Christof Innerhofer (ITA) 1:57,95 +0,63

12. Marco Odermatt (SUI) 1:58,12 +0,80

13. Max Franz (AUT) 1:58,28 +0,96

14. Romed Baumann (GER) 1:58,34 +1,02

15. Matteo Marsaglia (ITA) 1:58,52 +1,20

22. Daniel Hemetsberger (AUT) 1:58,91 +1,59

24. Otmar Striedinger (AUT) 1:59,13 +1,81

28. Christopher Neumayer (AUT) 1:59,47 +2,15

31. Christian Walder (AUT) 1:59,67 +2,35

41. Stefan Babinsky (AUT) 2:01,19 +3,87

Ausgeschieden u.a.: Hannes Reichelt (AUT), Nils Allegre (FRA), Bryce Bennett (USA), Carlo Janka (SUI), Niels Hintermann (SUI), Ralph Weber (SUI)

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.