Eine Zwölferliga und kein Absteiger

Bregenz-Präsident Roland Frühstück würde Planungssicherheit
und Reformen in der Spusu-Handballliga begrüßen.

Schwarzach Ungewöhnliche Umstände erfordene spezielle Lösungen. Beim Blick auf den Spielplan könnte man meinen, dass die Vereine in der Spusu-Liga die Coronapandemie ganz gut im Griff haben. Doch im Hintergrund sind doch gewisse Existenzängste bei den Klubs zu hören. Ein Mann, der seit knapp drei Jahrzehnten die heimische Handballszene prägt und dem der Handballsport am Herzen liegt, ist Roland Frühstück. Für den Präsidenten von Bregenz Handball ist die Zeit reif, um gravierende Veränderungen zu setzen: „Ich plädiere seit vielen Jahren für eine Aufstockung der Spusu-Liga von zehn auf zwölf Vereine. Leider sind in der Vergangenheit alle Bemühungen gescheitert. Doch jetzt wäre der Zeitpunkt ideal, um diese Idee noch einmal zu forcieren und für die kommende Spielperiode umzusetzen.“

Der Handball-Professor wehrt sich dagegen, seine Reformforderungen auf die aktuelle Tabellenposition seines Vereins zu reduzieren: „Unser Tabellenplatz hat überhaupt nichts damit zu tun. Aus meiner Sicht wäre es einfach an der Zeit, meiner Meinung nach gute Ideen in die Tat umzusetzen.“

Neben der Aufstockung würde Frühstück auch die Entscheidung begrüßen, wenn man sich möglichst schnell dazu entschließen würde, dass es in dieser Saison keinen Absteiger in der höchsten nationalen Spielklasse im Männerhandball gibt. „Trotz der außertourlichen Subventionen und Förderungen geht es hier um den Fortbestand der Liga. Die Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen belastet die Budgets gewaltig und einige Vereine klagen verständlich über finanzielle Nöte. Durch so ein klares Bekenntnis hätten die Vereine wenigstens eine gewisse Planungssicherheit für die kommenden Monate. Ich will mir nicht vorstellen, was es für Auswirkungen hätte, müsste sich am Ende der Saison ein Traditionsklub wie Linz, Graz oder gar Bregenz, aus der Liga verabschieden.“

Keine rosigen Aussichten

Knapp vor Ende des Grunddurchganges spiegelt die aktuelle Tabelle aufgrund der Anzahl der Nachtragspiele in keiner Weise die Rangordnung. Nach Verlustpunkten gerechnet liegt Schwaz Tirol mit drei Minuspunkten voran, dahinter folgen die Fivers mit sechs bzw. Bärnbach/Köflach mit acht Minuspunkten. Hard hat als Vierter so wie Westwien je elf Verlustpunkte, gefolgt von Ferlach (-12). Das Ende bilden Krems (-15), Bregenz und Linz (jeweils -17) und Graz (-20). Nicht zuletzt deshalb, weil niemand weiß, ob die Saison wie geplant zu Ende geht, sind dies für einige Vereine alles andere als rosige Aussichten für das Jahr 2021. VN-JD

„Der Zeitpunkt wäre ideal, um die Idee einer Zwölferliga zu realisieren.“

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