Stojanovic alles andere als glücklich

Dejan Stojanovic ist mit seiner Situation als zweiter Tormann des FC Middlesbrough nicht zufrieden. imago

Dejan Stojanovic ist mit seiner Situation als zweiter Tormann des FC Middlesbrough nicht zufrieden. imago

England-Legionär Dejan Stojanovic fristet Dasein auf der Bank.

Middlesbrough In einer der beiden höchsten Ligen Englands zu spielen, ein Traum vieler Fußballer. Der 27-jährige Bregenzer Dejan Stojanovic hat sich diesen mit dem Transfer vom FC St. Gallen zum Zweitligisten und Traditionsverein FC Middlesbrough im Jänner 2020 erfüllt. Und so nebenbei dem Schweizer Traditionsklub einen positiven Jahresbericht gerettet. Kolportierte 1,2 Millionen Euro gingen über den Ladentisch. Grund dafür, dass die Ostschweizer nicht in die roten Zahlen gerieten.

Nach mittlerweile einem Jahr im Nordosten Englands zieht der Tormann ein zwiespältiges Fazit. Nach kurzer Eingewöhnungszeit sicherte er sich unter Manager Gareth Woodgate den Platz als Stammtormann und war mit starken Partien maßgeblich daran beteiligt, den Klub in der Championship League zu halten. Doch mit dem Trainer – bzw. Manager-Wechsel von Woodgate zu Neil Warnock (72), in England als Manager der alten Garde bekannt, wehte dem Bregenzer ein rauer Wind entgegen. Einen Tag vor Saisonstart im Sommer verpflichtete Middlesbrough Marcus Bettinelli leihweise von Fulham. Und die Tage von Stojanovic im Tor waren gezählt, weil Bettinelli sofort das Vertrauen von Warnock bekam und zwischen den Pfosten stand. „Ich war ob dieser Aktion vom Manager komplett perplex. Mit mir hat niemand darüber gesprochen, einen neuen Tormann zu holen. Und so hatte ich selbst keine Zeit, mir Gedanken über einen Vereinswechsel zu machen“, erklärt der 1,96 Meter große Goalie. Mit dem Dasein auf der Ersatzbank will sich der ehrgeizige Bregenzer nicht anfreunden. „Ich möchte spielen, bin nicht nach England gewechselt, um auf der Bank zu sitzen. Das habe ich unlängst auch Manager Warnock mitgeteilt. Er hat das nicht verstanden, dachte, ich fühle mich wohl. Das tue ich keineswegs. Deshalb sucht mein Management nach Möglichkeiten, die Situation für beide Seiten zu verbessern.“ Einem Leihgeschäft ist Stojanovic nicht abgeneigt, sein Vertrag bei „Boro“ läuft bis 2023 plus Option auf ein weiteres Jahr.

Tormann mit grünem Daumen

Privat fühlt er sich soweit wohl, hat mit seiner Freundin Magdalena ein Haus in der Nähe des Trainingszentrums bezogen. Die Stadt Middlesbrough selbst hat er aufgrund der Coronapandemie nicht kennenlernen können. Dafür mutierte er in seiner wenigen Freizeit, aktuell absolviert der Tabellenneunte jeden dritten Tag ein Match, zum Gärtner. „Mein Rasen im Garten ist im Top-Zustand. Und dort haben wir auch allerlei Gemüse angepflanzt. Denn Fish and Chips kommen mir nicht ins Haus.“ VN-MKR

„Ich möchte spielen, bin nicht nach England gewechselt, um auf der Bank zu sitzen.“

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