Als der Ärger wich, konnte Kévin Estre wieder lächeln

Der Porsche von Kévin Estre im Rennen (zweites Auto von links).

Der Porsche von Kévin Estre im Rennen (zweites Auto von links).

Fahrertitel wurde verpasst, aber Porsche durfte jubeln.

Kyalami „Wir sind natürlich niedergeschlagen. Wir hatten im Rennen ein Auto, mit dem wir weit vorne mitfahren hätten können. Es war alles vorhanden, um die Fahrerkrone zu holen. Als sich der Splitter vorne löste, war es leider vorbei. Am Ende des Rennens waren es äußerst schwierige Bedingungen. Der Regen, die Blitze und die Dunkelheit haben dafür gesorgt, dass wir selbst beim ganz langsamen Fahren unter Full-Course-Yellow-Bedingungen rein gar nichts mehr sehen konnten. Ich konnte nicht einmal die erlaubten 80 km/h fahren. Es war beängstigend.“ In wenigen Worten fasste der Wahl-Höchster Kévin Estre ein ereignisreiches Rennwochenende zusammen. Mit dem 32-Jährigen holte sich Porsche dabei in Kyalami zum zweiten Mal in Folge den Herstellertitel in der Intercontinental GT Challenge.

Porsche war beim Saisonfinale gleich mit drei Teams zum Neunstundenrennen angetreten. Die als Führende in der Fahrerwertung angereisten Werks-Porschefahrer Earl Bamber aus Neuseeland und Laurens Vanthoor aus Belgien, teilten sich den Porsche 911 GT3 R mit dem Franzosen Kévin Estre. Der über 500PS starke Bolide, der vom Team „Dinamic Motorsport“ aus Italien gestellt wurde, verpasste bereits im Qualifying den Sprung in das Shootout der sechs schnellsten Autos. Eine schlechte Fahrzeugbalance, die über das ganze Training nicht wegzukriegen war, verhinderte einen besseren Startplatz als den zehnten Rang. Das Rennen auf der berühmten Anlage nahe Johannesburg startete bei sonnigen und schwül-warmen Bedingungen. Das Team mit Estre schaffte es, zeitweise bis auf Rang vier vorzufahren. Ein defekter Frontsplitter warf das Team nach sechseinhalb Stunden zurück. Am Ende des Rennens sorgte starker Renen noch einmal für Spannung. Das Feld wurde hinter dem Safety-Car zusammengeführt, doch für Estre war dadurch die Chance auf eine Aufholjagd weg, wie auch der Fahrertitel. Denn BMW-Pilot Augusto Farfus (BMW) führte das Feld an und holte sich so den Fahrertitel in der IGTC. Kévin Estre, der den letzten Stint bei Dunkelheit und Gewitterregen absolvierte, musste das Rennen unter Full-Course-Yellow-Bedingungen zu Ende fahren, ohne Chance auf eine bessere Platzierung. Er beendete das Rennen nach neun Stunden auf dem siebten Gesamtrang. Für Porsche war es allerdings der Herstellertitel, der dank der drei Porsche-Teams, die es in die Punkteränge schafften, nach Stuttgart geholt werden konnte. MN

<p class="caption">Probleme im Rennen verhinderten ein besseres Ergebnis. Porsche/2</p>

Probleme im Rennen verhinderten ein besseres Ergebnis. Porsche/2

„Bei den Bedingungen konnte ich nicht einmal die erlaubten 80 km/h fahren.“

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