Adler „gestutzt“

Michael Hayböck verpasste im Einzel als Vierter nur knapp eine WM-Medaille bei der Skiflug-WM. gepa

Michael Hayböck verpasste im Einzel als Vierter nur knapp eine WM-Medaille bei der Skiflug-WM. gepa

Ersatzgeschwächt so schlecht wie nie - ÖSV-Team nur WM-Sechste.

Planica Die ersatzgeschwächten ÖSV-Adler sind im abschließenden Teambewerb der Skiflug-WM in Planica nur Sechste geworden. Nach den Ausfällen von Stefan Kraft und Daniel Huber ohnehin nur als Außenseiter angetreten, waren die Österreicher 240 Punkte und damit meilenweit von den Medaillen weg. Gold ging an Norwegen, das vor Deutschland und Polen seinen Titel erfolgreich verteidigte.

Hauptverantwortlich für das schlechteste ÖSV-Teamergebnis in der WM-Geschichte (seit 2004) war ein 129,5 m kurzer Sprung von Ersatzmann Timon-Pascal Kahofer. Auch Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald schwächelten, lediglich der im Vorfeld ebenfalls von einer Corona-Infektion betroffene Michael Hayböck zeigte sich konkurrenzfähig. Die wegen der Pandemie ohne Zuschauer ausgetragene WM endete wie auch schon jene 2018 ohne Medaille für die erfolgsverwöhnten Österreicher. War es damals Kraft, der im Einzel als Vierter knapp an Bronze vorbeischrammte, sprang am Samstag unerwartet Hayböck für seinen wegen Rückenproblemen fehlenden Kumpel ein, musste sich aber ebenfalls mit „Blech“ begnügen.

Im Nationenbewerb war man nicht nur wegen des verpatzten ersten Sprungs von WM-Debütant Kahofer völlig chancenlos. Nur Hayböck durfte nach seinen Flügen auf 223,5 und 231 Meter zufrieden sein. „Es war sehr unerwartet, dass ich da so gut mitfliegen und um die Medaillen mitkämpfen kann“, sagte der Oberösterreicher, der unmittelbar nach einer Covid-Infektion zur WM gekommen war. Am Schlusstag habe aber auch er gemerkt, dass die nötige Substanz noch fehle, so Hayböck.

Die Titelentscheidung im Fliegen fiel dramatisch aus und wurde von Trainerentscheidungen der Österreicher Alexander Stöckl und Stefan Horngacher stark beeinflusst. Zunächst verkürzte Stöckl vor seinem Schlussspringer um zwei Luken, Halvor Egner Granerud segelte trotzdem auf 234,5 Meter und sicherte sich dadurch viele Bonuspunkte für die Gate-Kompensation. Horngacher wählte die gleiche Luke, Einzelweltmeister Karl Geiger kam aber „nur“ auf 224,5.

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