Nicht der Platz, das Programm zählt

von Heimo Kofler
Mit einer neuen Kür versucht Olga Mikutina ihrem Programm mehr Qualität zu verleihen. apa

Mit einer neuen Kür versucht Olga Mikutina ihrem Programm mehr Qualität zu verleihen. apa

Olga Mikutina ist bei den Staatsmeisterschaften in Linz die Titelverteidigerin.

Feldkirch Es wird der erste Wettkampf seit September. „Ich freue mich sehr, wieder starten zu können“, ist Olga Mikutina froh, mit den Staatsmeisterschaften in Linz am Wochenende wieder ins Wettkampfgeschehen einsteigen zu können. Die Covid-19-Pandemie dünnte auch im Eiskunstlauf den Veranstaltungskalender aus.

Neue Saison mit neuer Kür

Auf die 17-Jährige aus Feldkirch wartet die Titelverteidigung in der Junioren- und der Allgemeinen Klasse. „Ich fokussiere mich aber nicht auf einen Platz, sondern auf mein Programm“, legt Mikutina das Hauptaugenmerk auf ihre Leistung. „Wenn diese stimmt, dann kommt das gute Resultat automatisch“, ist Trainerin Elena Romanowa überzeugt.

„Es war kein einfaches Jahr für Olga“, so die Betreuerin, bereits seit vier Jahren an der Seite des Eiskunstlauftalents. „Bei der Europameisterschaft in Graz war sie krank, hatte Fieber. Wir haben das aber erst im nachhinein dem Verband kommuniziert.“ Das erklärt auch die verpatzte Kür mit dem 24. Endrang. Romanowa: „Wir wollten den Start bei einer Heim-EM nicht absagen, haben versucht, das Programm durchzuziehen.“ Der nächste Rückschlag folgte mit der Absage der WM in Montreal auf dem Fuß. „Da ist für Olga ein Traum geplatzt.“

Die Vorbereitung auf die neue Saison war coronabedingt nicht einfach, sagt Romanowa. „Wir waren ziemlich abgekapselt. Man muss aufpassen, darf sich nicht anstecken oder krank werden.“ Noch dazu fehlt es Mikutina, die bereits zwei Coronatests absolvieren musste, im Land an Vergleichsmöglichkeiten. Mit der 15-jährigen Isabelle Nachbaur steht lediglich eine Läuferin aus dem Landeskader als Trainingspartnerin zur Verfügung. Romanowa: „Es ist nicht einfach, das Progamm, das auch eine neue Kür enthält, alleine herunterzuspulen.“

Die Ambitionen der ehrgeizigen Gymnasiastin wurden auch noch durch eine Krankheit gestoppt. „Die Blutwerte haben nicht gestimmt“, erklärt Romanowa. „Wir mussten mit der Trainingsbelastung herunterfahren.“ Trotzdem startete Mikutina im September mit einem Sieg in die Saison. Weil der Dreitannen-Cup in Olten als Swiss-Cup-Bewerb ausgeschrieben war, konnte sie nur außer Konkurrenz am Juniorenbewerb teilnehmen. Mit 124,50 Punkten sicherte sich Olga den ersten Platz. Und auch die Premiere an der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf, traditionell sehr gut besetzt, war mit Rang 13 unter 21 Teilnehmerinnen ein Erfolg.

Vor den Staatsmeisterschaften wurde eifrig an der neuen Kür gefeilt. Mikutina: „Ich habe versucht, die Stabilität zu verbessern und die Qualität der Sprünge zu erhöhen“, sagt Mikutina. In Linz wartet auf die Titelhalterin eine Dreierpack-Konkurrenz, bestehend aus Vizemeisterin Sophia Schaller, Lara Roth und Natalie Klotz.

„Wenn die Leistung stimmt, dann kommt ein gutes Resultat automatisch.“

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.