ÖFB-Frauen erkämpfen ein 1:0

Torfrau Manuela Zinsberger mit Teamchefin Irene Fuhrmann voller Freude über die mögliche EM-Qualifikation. afp/2, gepa

Torfrau Manuela Zinsberger mit Teamchefin Irene Fuhrmann voller Freude über die mögliche EM-Qualifikation. afp/2, gepa

Trotz bester EM-Qualifikation in der Verbandsgeschichte ist die EM-Teilnahme nicht fix.

Altach Nicole Billa trifft für Österreich, wenn es am wichtigsten ist. Nachdem sie bereits im Hinspiel gegen Serbien sehenswert per Seitfallzieher den 1:0-Sieg sicherstellte, war der 24-Jährigen auch gestern Abend in Altach der einzige Treffer vorbehalten. In der 80. Minute traf sie nach guter Vorarbeit von Sarah Zadrazil zum 1:0. „Ich freue mich über den Treffer, denn dieser war wichtig für diese Qualifikation“, freute sich die Tirolerin über den vielumjubelten Siegtreffer in der besten Qualifikationskampagne des ÖFB Frauen-Nationalteams in der Geschichte. Nach acht Spielen stehen 19 Zähler auf der Habenseite, nur gegen Frankreich musste die ÖFB-Elf beim 0:0 zuhause und der 0:1-Niederlage in Guingamp Punkte liegen lassen.

„Es war sicherlich kein gutes Spiel von uns, aber am Ende zählt nur der Sieg“, war auch Torfrau Manuela Zinsberger das Glück anzumerken. „Wir sind heute nicht ins Spiel gekommen, haben aber bis zum Schluss gefightet. Ich bin froh, dass ich die Null halten konnte“, sagte die Arsenal-Legionärin, die ihr Team mit mehreren Paraden im Rennen um den Sieg und die EM-Teilnahme behielt. Denn vorallem in Halbzeit eins bekamen die Österreicherin gerade die Serbin Pojak gar nicht in Griff. Ein ums andere Mal sprintete sie nach Ungenauigkeiten im Mittelfeld der Außenverteidigerin Verena Aschauer auf und davon. Und nur dank guter Reflexe der 25-jährigen Schlussfrau blieb es bis zur Pause beim 0:0. „Ich habe in der Halbzeit die Umstellung auf der linken Seite vorgenommen, um auch die Möglichkeit zu haben, dies mit dem Team genau zu besprechen. Während der Halbzeit war mir das Risiko zu groß“, analysierte Teamchefin Irene Fuhrmann.

Klarheit erst im Frühjahr

Und diese Veränderungen waren dem Team auch anzumerken. Österreich agierte sicherer, brauchte aber auch Geduld bis zu den ersten Tormöglichkeiten. „Serbien ist ein richtig unangenehmer Gegner mit technisch guten Spielerinnen. Wir haben zu Beginn überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel bekommen, sind am Ende aber glücklich über den Sieg“, so die Teamchefin. Planungen für die kommenden Aufgaben wird für sie aber schwierig. Denn erst nach den Nachtragsspielen im Februar wird Klarheit darüber herrschen, ob Österreich doch noch den direkten Weg nach England antreten darf, oder den Umweg über die Play-offs bestreiten muss. HFL

„Es liegt jetzt nicht mehr in unserer Hand, aber ich bin unheimlich stolz auf dieses Team.“

Fussball

Frauen, EM-Qualifikation

Gruppe G

Österreich – Serbien 1:0 (0:0)

Altach, Cashpoint Arena, keine Zuschauer, SR Tess Olofsson (SWE)

Tor: 80. 1:0 Nicole Billa

Gelbe Karten: 59. Carina Wenninger, 83. Laura Wienroither (beide AUT/beide Foul)

Österreich (4-3-3): Zinsberger; Wienroither, Wenninger, Kirchberger, Aschauer; Zadrazil, Puntigam, Eder (46. Naschenweng); Enzinger (46. Feiersinger), Billa (87. Pinther), Dunst (76. Makas)

Serbien (4-4-2): Kostic; Orsoja (82. Stankovic), Slovic, Damjanovic, Bradic; Poljak, Blagojevic, Pavlovic (90./+ 4 Cavic), Filipovic (77. Ivanovic); Mijatovic, Cankovic

Frankreich – Kasachstan 12:0 (7:0)

Endtabelle

1. Frankreich 8 7 1 0 43: 0 22

2. Österreich 8 6 1 1 22: 3 19

3. Serbien 8 4 0 4 21:12 12

4. Nordmazedonien 8 2 0 6 8:38 6

5. Kasachstan 8 0 0 8 2:43 0

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