Ländle-Kufen glühen im Eiskanal

Thomas Steu (v.) und Lorenz Koller meldeten sich nach ihrer Verletzungspause mit einem Sieg an der Weltspitze zurück.  AP

Thomas Steu (v.) und Lorenz Koller meldeten sich nach ihrer Verletzungspause mit einem Sieg an der Weltspitze zurück.  AP

Doppelsitzer Steu/Koller mit Sieg im Nationencup. Jonas Müller mit Bestmarke im Abschlusstraining.

Innsbruch-Igls Am ersten Tag des Weltcups der Kunstbahnrodler in Innsbruck-Igls haben Vorarlbergs Asse ihre Krallen ausgefahren und ließen die Kufen im Eiskanal richtig glühen. Im Nationencup, in dem es abgesehen von den Top-Ten pro Disziplin der letzten drei Rennen um die Startplätze für die Weltcuprennen am Wochenende geht, lieferten der 26-jährige Bludenzer Thomas Steu und sein gleichaltriger Tiroler Partner Lorenz Koller mit ihrer Tagesbestzeit eine perfekte Ouvertüre für die Bewerbe heute (12.40/14 Uhr) im olympischen Doppelsitzer sowie morgen in der Teamstaffel (12.40 Uhr) bzw. im Sprint (14.45 Uhr) ab.

Es gibt Reserven

„Es war noch nicht der ganz perfekte Lauf, aber schon auf sehr hohem Niveau. Wir haben sicher noch ein paar Reserven nach oben. Die Entwicklung stimmt uns aber weiterhin sehr positiv, wir freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben“, betonte Steu zufrieden. Nach einem schweren Sturz letzten Jänner in Sigulda und einem Schien- und Wadenbeinbruch von Steu gelang Österreichs Parade-Doppelsitzer ein perfekter Restart. An den Heimweltcup haben die beiden HLSZ-Sportler besonders gute Erinnerungen: 2018 feierten sie Triumphe im Sprint und olympischen Doppelsitzer, und im Vorjahr gab es die Plätze zwei im Doppelsitzer sowie drei in der Teamstaffel.

Eine Talentprobe der positiven Art lieferte auch der Bludenzer Yannick Müller (21) und Partner Armin Frauscher aus Tirol ab. Das zweite ÖRV-Doppelsitzerpaar belegte mit 0,144 Sekunden Rückstand auf seine Teamkollegen den zweiten Platz. „Wir sind auf jeden Fall sehr zufrieden und haben viel Selbstvertrauen getankt“, so Yannick Müller.

Nahtlos anschließen an die Leistungen bei den Trainingsläufen auf der Heimbahn konnte auch Jonas Müller (23). Der Ältere der beiden Müller-Brüder setzte sich im abschließenden Trainingslauf der Gesetztengruppe klar durch und kratzte mit seinen 49,84 Sekunden am Bahnrekord seines Nationalteamkollegen Wolfgang Kindl (49,823). Der Bludenzer, Sprintweltmeister 2019, zählt damit für die Weltcuprennen am Samstag (9/10.30 Uhr) im olympischen Einsitzer sowie am Sonntag in der Teamstaffel (12.40 Uhr) bzw. im Sprint (14 Uhr) zum Favoritenkreis. Im Vorjahr hatte der HLSZ-Sportsoldat beim Heim­event in Innsbruck-Igls mit seinem Premierensieg im Weltcup die Aufmerksamkeit der Fotografen und Fachjournalisten auf sich gelenkt. Heute sollen die Erfolgsmomente eine Fortsetzung finden. VN-JD

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