Fan-Botschaft als neue Motivationsspritze

von M. Krautberger, M. Werner
Dieser Banner prangte gestern über dem Haupteingang des Trainingscampus des SCR Altach. Eine klare Botschaft der Fans an Spieler, Betreuer und Funktionäre. Adam

Dieser Banner prangte gestern über dem Haupteingang des Trainingscampus des SCR Altach. Eine klare Botschaft der Fans an Spieler, Betreuer und Funktionäre. Adam

Pastoor „erfreut“ von Banner der Fans am Campus, Schreiner würde gegen den LASK auf einen Altach-Sieg wetten.

ALTACH Der Freitag war Tag der Krisensitzung in Altach, nachdem sich die Rheindörfler am Mittwoch nach einer überraschenden Niederlage und einem desolaten Auftritt beim First Vienna FC aus dem ÖFB-Cup verabschieden mussten.

Gemeinsam mit der Vereinsführung rund um Präsident Peter Pfanner und Vizepräsident Werner Gunz, sowie der Geschäftsführung mit Christoph Längle und Sportdirektor Christian Möckel sprach Alex Pastoor über die Situation im Verein: „Im Gespräch – das wir öfter miteinander führen, aber das jetzt in diesem Momentum wichtig war – wurden Informationen untereinander ausgetauscht und das volle Vertrauen zueinander ausgesprochen“, so der Cheftrainer. Seinen Posten sehe er zum aktuellen Zeitpunkt nicht gefährdet, vielmehr sei es wichtig, diesen ständigen Austausch zu erhalten, „um herauszufinden, wieso der Verein immer wieder in der Herbstsaison in solche Situationen schlittert.“ In die gleiche Kerbe schlägt auch Sportdirektor Möckel, der seine Sicht die Dinge dem Präsidenten vorgebracht hat. „Wir haben die Entwicklungen in den letzten Monaten besprochen. Aber viel wichtiger: Wir haben gemeinsam nach Wegen und Antworten aus der aktuellen sportlichen Krise gesucht,“ so der Deutsche.

Dafür hätten auch gerne die Fans eine Erklärung, die die Mannschaft per Plakat am Trainingsgelände über ihre aktuelle Gemütslage informierten. „Zerreißt euch für unseren Verein oder verschwindet“, lautete die klare Ansage, die von Seiten des Trainers jedoch positiv aufgefasst wurde: „Ich finde das einfach super. Das zeigt, dass wir als Verein wachsen, auch weil das noch respektvoll und normal war. Das ist hochmotivierend.“

Mit neu geformter Einheit in Linz

So konnte man auch schnell wieder auf die sportlichen Aspekte des sonntäglichen Auswärtsspiels beim LASK zu sprechen kommen (14.30 Uhr), für die es vor allem gelte, eine neue Einheit zu formen. Mit dem gesamten Team an Bord soll das klappen, auch wenn – zumindest laut Emanuel Schreiner – das Spiel vom Mittwoch nicht so schnell vergessen werden kann. Dennoch „stehen wir hinter dem Trainerteam, für mich gibt es da nichts zu diskutieren.“ Um einen weiteren Auftritt wie bei der Vienna zu vermeiden, sei es vor allem wichtig „die Basics“ wiederzuerlangen: „Die Leidenschaft, die Disziplin, die Aggressivität und der unbedingte Siegeswille.“ Dafür zeigt er sich zuversichtlich, würde er im Wettbüro doch auf „Sieg Altach“ setzen.

Ob der Sportdirektor auch so weit gehen würde, steht auf einem anderen Blatt Papier, dennoch sieht Möckel jetzt die Mannschaft absolut in der Pflicht. „Wir müssen als Team auftreten. Nur so können wir da rauskommen. Ich gehe nicht soweit, dass ich einen Sieg beim LASK einfordere, aber mir geht es um die Art und Weise wie die Mannschaft am Platz auftritt“, so der Deutsche, der Pastoor weiter den Rücken stärkt: „Es gibt kein Ultimatum an den Trainer.“

Sich selbst und seine Position als Sportdirektor sieht Möckel ob der aktuellen Misere ebenfalls nicht „in Gefahr“. Er mache sich darüber keine ernsthaften Gedanken, „weil ich tagtäglich das Beste für den Klub gebe. Natürlich stehe ich derzeit etwas mehr im Blickpunkt, dennoch habe ich nicht das Gefühl, dass von den Vereinsverantwortlichen Unzufriedenheit meiner Arbeit gegenüber ausgestrahlt wird“, so der 47-Jährige.

„Ich fordere keinen Sieg beim LASK ein. Mir geht es um die Art und Weise, wie man auftritt.“

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