Remis mit viel Bauchweh

von markus krautberger
In dieser Aktion erzielte Lukas Katnik den Treffer zum 1:1 beim GAK für Austria Lustenau. gepa

In dieser Aktion erzielte Lukas Katnik den Treffer zum 1:1 beim GAK für Austria Lustenau. gepa

Austria Lustenau spielt beim GAK 1:1 – trotz Unterzahl.

Graz Austria-Lustenau-Trainer Roman Mählich veränderte die Startelf im Vergleich zum Cupfinale gegen Salzburg gleich an fünf Positionen. Tormann Domenik Schierl, Darijo Grujcic, Daniel Steinwender, Wallace und Lukas Katnik schafften es zum 2. Liga-Restart gegen den GAK in Gleisdorf in die Start­elf. Aber die vielen Veränderungen machten sich zu Ungunsten der Lustenauer von Start weg bemerkbar. Der GAK übernahm ohne Probleme das Kommando, die Austria hatte so gut wie gar nichts zu bestellen. Beim 0:1 durch den Grazer Filip Smoljan (11.) konnte aber keiner der neu in der Anfangself stehenden Spieler etwas dafür. Denn Routinier Christian Schilling leistete sich einen derart schlechten Rückpass auf Tormann Schierl, dass Smoljan sich diesen angelte, den Austria-Goalie umkurvte und zur Grazer Führung traf.

Schierl als starker Rückhalt

Danach konnte man sich bei Goalie Schierl bedanken, dass die Grazer ihre Führung nicht erhöhten. Denn der im Cupfinale gesperrte Tormann fischte einen Freistoß von Marco Perchtold (21.) grandios aus dem Kreuzeck. Und auch bei einem Schuss aus spitzem Winkel durch Smoljan (36.) war Schierl zur Stelle. Von den Grün-Weißen kam bis auf einen harmlosen Weitschuss durch Michael Lageder (31.) nichts. Aber als alle nicht vorhandenen Zuschauer mit dem 1:0 für den GAK zur Halbzeit rechneten, starteten die Lustenauer einen wunderbaren Konter. Über Wallace und Daniel Tiefenbach kam der Ball auf die rechte Seite zu Alexander Ranacher. Der setzte sich gegen den Grazer Kozissnik durch und bediente im Zentrum den heranstürmenden Katnik ideal zum 1:1 Ausgleich – aus dem sprichwörtlichen Nichts. Kollektives Durchschnaufen auf der Lustenauer Bank war angesagt. Doch Sebastian Feyrer schien es für den zweiten Durchgang nochmals spannend machen zu wollen. Sekunden nach dem Ausgleich holte sich der Abwehrspieler nach einem unnötigen Foul auf der Mittellinie die zweite Gelbe Karte – und durfte somit mit Gelb-Rot gleich zum Duschen in der Kabine bleiben.

Aufbäumen in Halbzeit zwei

Austria-Coach Mählich schien in der Kabine aber die richtigen Worte für seine Mannschaft gefunden zu haben. Denn die Mannschaft wehrte sich nun in Halbzeit Zwei vehement gegen eine Niederlage. Zwar kam man selbst nicht mehr zu nennenswerten Möglichkeiten, dennoch vereitelte Schilling (59.) in bravouröser Manier gegen den Grazer Kozissnik den erneuten Rückstand. Und ein weiteres Mal konnte man sich bei Tormann Schierl bedanken, der ein Geschoss von Benjamin Rosenberger (61.) über die Latte drehte.

Am Ende konnte die Austria auf ihre Leistung in der zweiten Halbzeit – in Unterzahl – stolz sein. Im Gegenzug muss man sich aber Gedanken machen, was man in Durchgang eins fabrizierte. Sollte man in den weiteren noch ausstehenden Spielen ähnlich agieren, wird es mit der Punkteausbeute ganz schwer. Daran ändert auch er Umstand nichts, dass Coach Mählich auf Rotation setzte. Denn immerhin bekamen gegen den GAK auch Spieler die Chance sich zu präsentieren, die zuletzt nicht immer erste Wahl waren. „Letztendlich haben wir beim Liga-Restart auswärts gepunktet. Klar war die erste Halbzeit nicht gut, aber die Jungs haben in Unterzahl Moral gezeigt. Das hat mir trotz vieler Fehler gefallen,“ blieb Mählich nach dem Match cool.

<p class="caption">In dieser Aktion erzielte Lukas Katnik den Treffer zum 1:1 beim GAK für Austria Lustenau. gepa</p>

In dieser Aktion erzielte Lukas Katnik den Treffer zum 1:1 beim GAK für Austria Lustenau. gepa

„Die erste Halbzeit war nicht gut. Aber die Jungs haben dann in Unterzahl Moral gezeigt.“

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