Kommentar

markus krautberger

Absolutes Neuland

Es ist vollbracht. Das erste Fußballspiel nach der Coronapause in Österreich ist über die Bühne gegangen. Dass es mit dem ÖFB-Cupfinale zwischen Austria Lustenau und RB Salzburg auch ein Endspiel war, machte es noch um eine Prise interessanter. Als einer von 200 Anwesenden im 30.000 Zuschauer fassenden Wörthersee-Stadion muss ich dennoch festhalten: All zu lange kann ich mir Geisterspiele wohl nicht anschauen. Wenn nicht Austria Lustenau auf dem Platz gestanden wäre, das Spiel wäre mir schnell übrig gewesen. In Wahrheit ist es als Zuschauer in einem schier menschenleeren Stadion nicht auszuhalten.

Nicht falsch verstehen: Persönlich bin ich ein großer Befürworter, dass die Liga fortgesetzt wird und die Saison sportlich entschieden wird, aber schön ist etwas anderes. Die Stimmung eines Geisterspiels ist schwer zu beschreiben, denn eigentlich hat mich als Sportjournalist nur das Match an sich zu interessieren.

Doch ÖFB-Präsident Leo Windtner hat es im persönlichen Gespräch nach dem Cupfinale auf den Punkt gebracht: „Es gibt keine Wechselwirkung zwischen den Spielern am Feld und der Tribüne. Das macht es sehr komisch.“ Der berühmte Funken kann nicht übertragen werden, wohin auch. Dadurch war dieses Geister-Cupfinale absolutes Neuland für mich. Und das wird es auch für jeden Spieler in Österreich sein. In meinen Augen werden sich die Mannschaften hervortun und gute Leistungen bringen, die sich komplett von äußerlichen Einflüssen abschotten können. Weil es sie nicht gibt. Es gilt: Hilf dir selbst, denn sonst hilft dir keiner.

Markus
Krautberger

markus.krautberger@vn.at 05572 501-645

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