„Mein Feuer lodert noch“

Lewis Hamilton macht weiter Jagd auf die Rekorde von Michael Schumacher. ap, Gepa, Is

Lewis Hamilton macht weiter Jagd auf die Rekorde von Michael Schumacher. ap, Gepa, Is

Lewis Hamilton winkt der siebte Titel in der Formel-1-WM.

Melbourne Wenn es einen im ausklingenden australischen Sommer nach Melbourne verschlägt, ist die Freizeitgestaltung kein Problem. Das weiß natürlich auch Lewis Hamilton, und deshalb gab es für ihn in den Tagen vor dem Saisonstart der Formel 1 am Sonntag im Albert Park (6.10 Uhr) einiges zu erledigen und zu erleben. In einer Auffangstation für verletzte Wildtiere gab er zwei kleinen Kängurus das Fläschchen und schaukelte ein Tierbaby in seinen Armen. Und wie immer ließ er seine Follower in den sozialen Medien in Wort und Bild daran teilhaben.

Dann spendierte er den Tierschützern noch eine halbe Million Dollar, und ab ging es zum Surfen. „Ich bin in der glücklichen Situation, mich neben der Formel 1 auf viele andere Interessen fokussieren zu können“, sagte Hamilton im SID-Interview: „Ich arbeite gerne mit dem Team zusammen, aber wenn ich nicht an der Rennstrecke bin, mag ich es, Neues auszuprobieren.“

„Ich möchte weiter gewinnen“

Ab Donnerstag ist aber erst mal Schluss mit lustig, dann beginnt für den sechsmaligen Weltmeister wieder der Ernst des Formel-1-Lebens. In Melbourne stehen die Presserunden an, und Hamilton ist stets einer der begehrtesten Gesprächspartner.

In diesem Jahr kann der Mercedes-Frontmann seinen siebten WM-Titel holen, eine Marke, die bislang nur Michael Schumacher erreicht hat. Er habe Schumachers atemberaubende Karriere damals im TV verfolgt und das Gefühl gehabt, „dass seine Rekorde in Stein gemeißelt waren“, sagte Hamilton. Dass er selbst einmal in diese Bereiche vorstoßen würde, „hätte ich nicht mal zu träumen gewagt“.

Nun ist es aber beileibe nicht so, dass Hamilton mit dem Erreichten zufrieden ist. „Ich bin dankbar für das, was ich habe – aber ich möchte weiterhin jedes Jahr gewinnen“, sagte er und räumte jeden Zweifel an seinem Ehrgeiz und seiner Motivation aus: „Ich glaube, dass ich meinen Zenit noch nicht erreicht habe, und ich arbeite immer härter, um immer besser zu werden. Das Feuer für Racing lodert noch sehr hell in mir.“

Für die Konkurrenz muss sich dieses Statement wie eine Drohung anhören, zumal der in den vergangenen Jahren überragende Rennfahrer Hamilton bei sich selbst noch Luft nach oben sieht. „Ich möchte die Latte jedes Jahr ein Stück höher legen, und ich versuche weiter zu pushen, um die bestmögliche Version meiner selbst zu werden“, sagte er. „Still I Rise“ („Ich wachse immer noch“) – diesen auf seinem Rücken eintätowierten Worten versucht der 35-Jährige Jahr für Jahr gerecht zu werden. Mit Erfolg. 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 hieß der Weltmeister Lewis Hamilton.

Das Fragezeichen, das über der Formel 1 in Australien hängt: Im Fahrerlager sind sieben Verdachtsfälle auf Sars-CoV-2 aufgetreten, die Personen wurden in den Hotels unter Quarantäne gestellt.

„Ich glaube, dass ich meinen Zenit noch nicht erreicht habe und arbeite immer härter.“

Formel 1

Grand Prix Australien, Melbourne

Freitag 

1. freies Training 2.00 Uhr

2. freies Training  6.00 Uhr

Samstag

3. freies Training 4.00 Uhr

Qualifikation 7.00 Uhr

Sonntag

Grand Prix von Australien 6.10 Uhr

Fernsehen: ORF 1, RTL, Sky live

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.