Zwei nicht alltägliche Serien

von Christian Adam
Im Vorjahr jubelten Jan Zwischenbrugger (l.) und Mergim Berisha gemeinsam für Altach. Heute spielen sie gegeneinander. gepa

Im Vorjahr jubelten Jan Zwischenbrugger (l.) und Mergim Berisha gemeinsam für Altach. Heute spielen sie gegeneinander. gepa

Cashpoint SCR Altach will heute (19 Uhr) nicht aus der und Gegner RB Salzburg wieder in die Spur kommen.

Altach Die Zahl sechs spielt eine große Rolle, wenn sich zum Abschluss der 21. Bundesligarunde Altachs Löwen und die Bullen aus Salzburg gegenüberstehen. Gilt es doch eine Serie weiterzuführen bzw. eine zu brechen. Kaum vorstellbar, aber Meister Salzburg ist jahresübergreifend seit fünf Spielen – drei Liga- bzw. zwei Europa-League-Partien – sieglos. Die Rheindörfler indes steuern nach fünf Matches ohne Niederlage serienmäßig auf Rekordkurs. Dabei interessieren SCRA-Cheftrainer Alex Pastoor derartige statistische Spielereien nur bedingt. Dasselbe gilt für die Verschiebung des Spiels. „Unsere Aufgabe ist die optimale Vorbereitung.“ Deshalb spricht er lieber über Aggressivität und Mut („Sonst macht es keinen Sinn“) und darüber, dass ihn die „Herausforderung Kader“ glücklich macht. Denn mit Julio Villalba (21) und Philipp Netzer (34) sind auch die letzten Rekonvaleszenten wieder voll in den Trainingsbetrieb integriert. Schon in den vergangenen Wochen traf man auch Manfred Fischer (24), Marco Meilinger (28) und Samuel Oum Gouet (22) immer öfter mit der Mannschaft an. Getreu dem Ansatz des Trainers: „Wenn sie separat trainieren können, dann auch mit uns.“ Und dennoch nie über das Ziel hinausschießend, denn: „Ich bin sehr vorsichtig, die Gesundheit der Spieler geht vor.“ Deshalb werden alle Maßnahmen mit dem Ärzte- bzw. Physioteam abgesprochen.

Comeback-Ziel unterboten

Von den Rückkehrern hat Fischer als Erster Spielminuten schnuppern dürfen. Auch Meilinger durfte schon ran, allerdings soll er nach seinem Schienbeinbruch vorerst Praxis bei den Juniors sammeln. Als „unbeschreibliches Gefühl“ beschreibt Fischer jenen Augenblick, als er zuletzt in Mattersburg im Kader aufschien und seine ersten elf Ligaminuten seit dem 24. November des Vorjahres (1:2 in Hartberg) absolvierte. Eigentlich habe er sich den März als Ziel gesetzt. Nun aber hat er den ersten Belastungstest gut hinter sich gebracht. „Ich habe mich selbst gewundert, wie gut der Fuß reagiert hat.“

Von Beginn an, so erinnert sich Fischer, sei er positiv geblieben. Auch weil die Rundum-Betreuung seiner Sprunggelenksverletzung stets optimal gewesen sei. Drei Monate habe er sich als Ziel gesetzt, zusammen mit den anderen Verletzten habe man zudem ein „Superteam gebildet, das sich gegenseitig gepusht“ habe. „Als Meili wieder auf dem Platz gestanden ist, habe ich zu mir gesagt: Das kannst du auch.“ Jetzt ist er also wieder zurück, Altachs Nummer 30. Wenngleich er von sich selbst sagt: „Für 100 Prozent fehlt noch was.“

Rückkehrer im Bullendress

Bei den Gästen, die die letzten zehn Spiele (Torverhältnis 27:4) gegen Altach gewonnen haben, feiert Mergim Berisha eine Rückkehr in das Stadion, in dem er noch am 1. Dezember des Vorjahres mit zwei Treffern Matchwinner für Altach beim 2:1 über Wolfsberg war. Zuletzt beim Spiel in Wien gegen die Austria durfte der 21-Jährige seit seiner Rückkehr zu den Bullen sein Startelfdebüt geben. Da ließ Cheftrainer Jesse Marsch den Stürmer als defensiven Mittelfeldspieler auflaufen. Die Erinnerungen an Altach sind gute, wie Berisha unterstreicht: „Ich bin dankbar für die Chacne, die ich bekommen habe. Für mich als junger Spieler waren vor allem die Erfahrungen im Vorjahr im Abstiegskampf ein wichtiger Lern- und Reifeprozess. Ich habe noch immer mit etlichen Menschen in Altach guten Kontakt, es war eine schöne Zeit. Aber im Spiel geht es um drei wichtige Punkte.“

„Als Meili wieder auf dem Platz gestanden ist, habe ich zu mir gesagt: Das kannst du auch.“

Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.