Neue Taten mit neuem Namen

Daniil Kvyat, Franz Tost und Pierre Gasly stellten das neue Auto von Alpha Tauri in Salzburg vor. gepa, mercedes

Daniil Kvyat, Franz Tost und Pierre Gasly stellten das neue Auto von Alpha Tauri in Salzburg vor. gepa, mercedes

Das Formel-1-Team von Toro Rosso peilt als AlphaTauri Platz fünf in der WM an.

Salzburg Red Bull hat sein zweites Team für die Formel-1-WM 2020 präsentiert, das nach einer Namensänderung AlphaTauri statt Toro Rosso heißt. Die Präsentation des nun in weiß und marineblau auftretenden Teams aus Faenza ging im Salzburger Hangar 7 vor internationalen Medien über die Bühne. Moderiert wurde die von einer Modeschau begleitete Präsentation des AT01 von Ex-Pilot David Coulthard.

Promotion für eine Modemarke

Mit AlphaTauri promotet Red Bull ab sofort via Formel 1 seine seit 2016 existierende und in Salzburg ansässige, gleichnamige Premium-Modemarke. Der neue Name lehnt sich ebenso wie Toro Rosso an Red Bull an. Alpha Tauri ist das Auge und damit der hellste und energiereichste Stern im Sternbild des Stiers (Taurus). Gleichzeitig zu Salzburg wurde in der Mode-Metropole Mailand eine Replika des Autos präsentiert.

Die Namensänderung bedeutet, dass die Ende 2005 aus dem ab 1985 existierenden Team Minardi entstandene und ab 2006 in der Formel 1 als „Juniorteam“ von Red Bull Racing etablierte Scuderia Toro Rosso nach 14 Jahren und 500 WM-Punkten Geschichte ist. Mit dem Tiroler Tost bleibt aber der Teamchef ebenso derselbe wie mit dem Russen Daniil Kwjat und dem Franzosen Pierre Gasly die beiden Piloten. Beide Fahrer präsentierten in Salzburg auch die neue Teamwear sowie die Renn-Overalls für die Saison 2020.

Kwjat als Dritter in Deutschland sowie Gasly als Zweiter in Brasilien haben vergangenes Jahr im STR14 zwei weitere Podestplätze für das Team geholt. Dank gleich 20 Saison-Plätzen in den Top-Ten gelang in der Konstrukteurs-Wertung ein Sprung auf Platz sechs. Insgesamt 14 Fahrer waren für Toro Rosso im Einsatz, verwendet wurden mit Cosworth, Ferrari, Renault und Honda vier Motoren. Honda bleibt wie bei RBR weiter im Heck der Red-Bull-Autos.

„Wir sind zufrieden mit dem, was wir erreicht haben, denn es war unser bestes Jahr seit 2008. Aber wir sind auch hungrig auf mehr“, sagte Langzeit-Teamchef Tost in Salzburg. „Nun wollen wir auf dem Erreichten aufbauen und uns weiter verbessern, machte der Tiroler klar, dass man Platz fünf in der WM anpeilt. „Ich bin sehr optimistisch für die Saison, denn die Ergebnisse im Windkanal waren sehr gut, auch Honda hat mit dem Motor große Fortschritte gemacht. Dazu kommen zwei Fahrer, die vergangenes Jahr gezeigt haben, was sie drauf haben. Bisher waren sie rechts und links auf dem Podest. Sie wissen also, was sie zu tun haben“, sagte Tost schmunzelnd.

Auf einem anderen Level

Das Weltmeisterteam Mercedes präsentierte in Silverstone sein neues Auto, den W11. Obwohl ein Vergleich mit der Konkurrenz noch fehlt, zeigte sich Weltmeister Lewis Hamilton gut einen Monat vor dem Saisonstart bereits optimistisch. „Ich habe physisch und mental das Gefühl, dass ich auf einem anderen Level bin als im letzten Jahr“, warnte der sechsfache Champion seine Rivalen. Der sogenannte „Shakedown“ mit Valtteri Bottas als erstem Piloten diente Mercedes in erster Linie für Filmaufnahmen und dazu, mögliche Defekte am erhofften nächsten Weltmeisterwagen auszumerzen. Der Tag sei der „Beginn der Reise 2020“, sagte Teamchef Toto Wolff. Der „nächste Meilenstein“ sei dann ein solider Test in Barcelona.

<p class="caption">Mercedes fuhr in Silverstone aus.</p>

Mercedes fuhr in Silverstone aus.

<p class="caption">Dietrich Mateschitz als stiller Beobachter.</p>

Dietrich Mateschitz als stiller Beobachter.

„Wir sind zufrieden mit dem, was wir erreicht haben. Aber wir sind auch hungrig auf mehr.“

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