In Fieberbrunn soll es gelingen

von Edwin Rosenberger
Das Ländle-Trio Fabio Studer, Thomas Feurstein und Gigi Rüf (v. l.) . ERB

Das Ländle-Trio Fabio Studer, Thomas Feurstein und Gigi Rüf (v. l.) . ERB

Die Freeride World Tour macht heute in Österreich Halt.

Fieberbrunn Halbzeit in der Freeride World Tour 2019. Am Samstag (8.45 Uhr/live auf freerideworldtour.com) geht in Fieberbrunn der dritte von insgesamt fünf Contests über die Bühne und gleich drei Vorarlberger sind am Start. Dabei wissen sie noch gar nicht so genau, was sie hier erwartet, denn die Wetter- und Schneeverhältnisse lassen sich nur schwer einschätzen. Neuschnee soll es geben. Das kann die Abfahrt entweder erleichtern oder sogar erschweren. Wie die Bedingungen am Ende tatsächlich sind, wird man möglicherweise erst beim Contest sagen können. „Wenn der Neuschnee nicht hält, dann ist das blöd, dann rutschen die Vorläufer den schnell runter“, so Snowboard-Legende Gigi Rüf über die Schneeverhältnisse. „Ansonsten spiele ich ja ganz gerne mit den Bedingungen und am Ende müssen wir mit dem zurechtkommen, was wir vor die Nase gesetzt bekommen.“

Auch der Skifahrer aus dem Ländle-Trio, Fabio Studer, kann noch schwer abschätzen, wie gut sich das Face im Bewerb dann wirklich fahren lässt: „Wenn der Neuschnee sich gut verbindet, wäre das perfekt, dann haben wir einen Megacontest. Wenn nur wenig Neuschnee liegt, mag das optisch ganz cool aussehen, ist aber schwerer zu fahren, weil darunter noch eine harte Schneeschicht ist“, so der Koblacher. Der Schrunser Snowboarder Thomas Feurstein würde sich über Neuschnee freuen, aber „der Wetterbericht ist oftmals so genau wie das Horoskop“, so der 27-Jährige.

Alle drei haben bereits in den Vorjahren der FWT Erfahrungen mit dem Hang gemacht. Vor allem Rüf, der im letzten Jahr in Fieberbrunn gewinnen konnte, kann dem Face einiges abgewinnen: „Ich mag vor allem die steile Sektion auf der von unten gesehen rechten Seite, genau das macht das Freeriden aus. Es ist auch sonst ein spielerisches Face, eigentlich hat man hier alles dabei“, schwärmt der Bregenzerwälder. Studer möchte sich die Vielseitigkeit des Hangs ebenfalls zunutze machen. „Ich werde schauen, dass ich auch wieder mal eine Linie wähle, bei der ich einen Trick zeigen kann“, so Studer, der zuletzt beim Open Faces FWQ-Bewerb in der Silvretta Montafon auf spektakuläre Tricks verzichtete.

Podest als Ziel

An Druck mangelt es den Vorarlbergern definitiv nicht. Gerade Feurstein und Studer konnten in den ersten zwei FWT-Bewerben kaum Punkte sammeln und müssen für eine Teilnahme am großen Finale in Verbier (Schweiz) noch nachlegen. „Soweit bin ich eigentlich optimistisch. Es kommt immer auch auf die anderen Fahrer an, momentan ist das Fahrerfeld extrem knapp beieinander“, gibt sich Feurstein zuversichtlich. Der Montafoner kann sich zudem über eine ideale Startnummer freuen. Er geht als Neunter und somit letzter Snowboarder ins Rennen, ein Umstand, den er zu nutzen weiß: „Ich habe so noch ein bisschen Zeit, den anderen zuzuschauen. Vor allem hier, in einem Land, in dem ich Internet habe, kann ich oben am Berg den Livestream verfolgen und so meine Line nochmals ein bisschen korrigieren oder sogar verschärfen, wenn nötig. Wenn ich merke, dass meine Line zu schwach ist, muss ich einfach noch paar Tricks einbauen. Das geht natürlich am besten, wenn man alle anderen Fahrer sieht.“

Auch Studer lässt sich von den letzten Ergebnissen nicht nervös machen und geht mit Selbstbewusstsein in den Contest: „Ich rechne da nicht viel rum, was für eine Platzierung ich brauche. Mein Ziel ist es einfach aufs Podium zu fahren, in Fieberbrunn sowie in Andorra. Es wird auf jeden Fall keinen Sicherheitsrun mehr geben, ich muss schon bisschen riskieren.“

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