Open Faces mit Starpower

von Edwin Rosenberger

Drei Vorarlberger gehen beim Freeride-Worldtour-Qualifier im Montafon an den Start.

Gaschurn Bereits zum sechsten Mal findet ein Open Faces Contest im Silvretta Montafon (SiMo) statt. Dieses Jahr wurde der Wettbewerb zu einem 4-Sterne-Event für die Freeride World Qualifier aufgestuft. Die dadurch möglichen Punkte sorgen für ein starkes internationales Fahrerfeld.

Mit dabei sind auch drei Lokalmatadore aus Vorarlberg. Thomas Feurstein und Fabio Studer gehen eine Woche vor dem World Tour Stopp in Fieberbrunn noch beim Qualifier im Montafon an den Start. Laura Überbacher, die das letztjährige Open Faces Event im SiMo gewinnen konnte, wird ebenfalls an den Start gehen.

Schlechten Tourstart ausgleichen

Nicht vom Glück verfolgt war bei den ersten beiden FWT-Bewerben Thomas Feurstein, der sich im Vorjahr noch zum Freeride-Vizeweltmeister unter den Snowboardern kürte. Beim Auftakt in Japan musste der Schrunser krankheitsbedingt aussetzen, beim Event in Kanada kostete ein Fehler im Schlussteil viele Punkte. So gesehen kommt dem 27-Jährigen das Rennen in seiner Heimat gerade recht, um die für eine FWT-Teilnahme im nächsten Jahr nötigen Punkte zu sammeln. „Ich bin ja eigentlich jeden Tag im SiMo unterwegs, ich freue mich deshalb, dass es noch geklappt hat“, so Feurstein über seine Wildcard-Teilnahme. „Das Ganze war recht kurzfristig, ich glaube, viele Bekannte haben es noch gar nicht mitgekommen, dass ich morgen mitfahre.“ Den Hang, auf dem morgen gefahren wird, kennt der Vorarlberger schon aus den Vorjahren.

Sein Kollege bei der Freeride World Tour, Fabio Studer (33), kann das Heimevent ebenfalls nutzen, um wichtige Punkte zu sammeln – denn auch bei Studer verlief der Saisonstart in Hakuba (20. Platz) und Kicking Horse (15. Platz) nicht nach Wunsch. Im Montafon kennt sich der Koblacher ebenfalls bestens aus und darf auf zahlreiche Anhänger im Publikum hoffen.

Einzige Ländle-Dame beim Montafon Open Faces ist die Skifahrerin Laura Überbacher. Die Hohenemserin konnte schon im Vorjahr den Wettkampf im Montafon gewinnen. Einen ähnlichen Erfolg in diesem Jahr schließt die 20-Jährige nicht aus, es dürfte allerdings deutlich schwieriger werden. „Ich hoffe auf jeden Fall auf das Podium“, so Überbacher. „Die Konkurrenz ist aber nochmals stärker als im Vorjahr.“

Von dem starken Fahrerfeld muss sich Überbacher aber nicht einschüchtern lassen, schließlich kennt sie das Face schon und kann es einschätzen. „Die Aufstufung zum 4-Sterne-Contest ist definitiv gerechtfertigt.“ Besonders die schlechte Übersicht von oben ist laut Überbacher eine der Schwierigkeiten, da man die Landebereiche nach den Sprüngen kaum sieht. „Ich werde eine sichere Line wählen, bei der ich weiß, dass ich sie schaffen kann. Natürlich versuche ich aber auch möglichst nah an mein Limit zu kommen.“ Selbstvertrauen konnte sie schon beim FWQ-Contest in Kappl-Paznaun (3*) tanken, bei welchem sie sich Ende Jänner den Sieg holte.

Fest für die Zuschauer

Von der Terrasse der Nova Stoba aus können die Zuschauer bestens die Runs in der „kleinen Heimspitze“ sehen. Dazu gibt es die Highlights nochmals auf einer LED-Leinwand. Wer nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, das Event über einen Livestream (open-faces.com) zu verfolgen. Der Start ist für 9.30 Uhr geplant.

„Die Konkurrenz ist auf jeden Fall nochmals stärker als im Vorjahr.“

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