Es ist nicht der große Wurf

Der Villacher SV startet ohne Bonuspunkte in die Qualifikation, das Play-off ist nur theoretisch möglich. stiplovsek

Der Villacher SV startet ohne Bonuspunkte in die Qualifikation, das Play-off ist nur theoretisch möglich. stiplovsek

Österreichs Eishockey setzt auf Kompromisse.

Schwarzach Der große Wurf ist die neue Legionärsregelung, beschlossen bei der Generalversammlung der Erste Bank Eishockeyliga am Montag in Salzburg, nicht. Die Punktezahl für Transferkartenspieler wurde auf 44, inklusive drei U-20-Legionäre mit einem Wert von zwei Zählern, reduziert. Eine Punkte-Neuberechnung für U-24-Akteure bringt bessere Bedingungen für nationale Spieler. Die Kaderpunkte für Importspieler sollen in den folgenden Saisonen weiter heruntergesetzt werden: auf 40 (2020/21) und 36 ab 2022/23.

Das Geld bleibt im Land

Beim sogenannten Hockey Board feilschten Liga- und Verbandsvertreter im Dezember um das Legionärskontingent. Der Eishockeyverband soll im Interesse der Nationalmannschaft für eine Reduktion auf zehn Legionäre (inklusive schrittweisem Abbau in den darauffolgenden Saisonen bis auf sieben) gewesen sein, die EBEL wollte angeblich 12. Auch die Torhüter-Importe standen in der Diskussion, sie sollten bei der Einstufung eine höhere Punktebewertung bekommen. Am Ende ist es mit einem Kompromiss gelungen, damit konnten alle Beteiligten ihre Gesichter wahren.

Für Villachs neuen Klubboss Gerald Rauchenwald wäre eine stärkere Importbeschränkung „besser“ gewesen. „Wenn dann die Österreicher etwas teurer werden, ist das kein Problem. Bleibt das Geld eben im Land“, meinte er zur Kleinen Zeitung.

Für Feldkirch ist die Diskussion um die Punktebestimmung nicht relevant. „Wir können das sowieso nicht ändern“, weiß Geschäftsführer Michael Lampert. „Natürlich macht es unsere Planungen nicht leichter, trotzdem ist es aktuell kein Faktor. Wenn es so weit ist, schauen wir uns das Regelwerk an.“ Ob die VEU als Liga-Einsteiger eine Ausnahmeregel bei den Legionären anstrebt? „Nein. Wir haben uns darüber aber auch null Gedanken gemacht.“

Umfaller sind verboten

Diskussionsstoff bietet auch die Qualifikationsrunde. Nach dem Ausstieg von Zagreb wird es für Villach, das ohne Bonuspunkte startet, wohl unmöglich, einen der beiden Play-off-Plätze zu schaffen. In acht Runden müssten die Kärntner sieben Bonuspunkte auf den ersten Platz aufholen. Der nach dem Grunddurchgang siebtplatzierte Klub, Fehervar oder Linz, startet mit sechs Zählern, voraussichtlich gefolgt von Dornbirn (4), Innsbruck (2) und Znojmo (1). Eigentlich darf sich keine Mannschaft einen Umfaller leisten. vn-ko

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