Vorhang auf für das größte Skifest

von Alexander Zambarloukos
Der Franzose Johan Clarey schwebt über den Fans. Arnold Schwarzenegger ist Stammgast, Vincent Kriechmayr ein Mitfavorit. gepa

Der Franzose Johan Clarey schwebt über den Fans. Arnold Schwarzenegger ist Stammgast, Vincent Kriechmayr ein Mitfavorit. gepa

Viele Promis werden auch an diesem Wochenende bei den Hahnenkamm-Rennen in Kitzbühel erwartet.

Kitzbühel Anlässlich der 79. Hahnenkammrennen stellt sich Kitzbühel mit neuem Rennleiter auf mehr als 85.000 Fans ein. Den Streckenrekord auf der Streif-Abfahrt hält immer noch Fritz Strobl. Die VN servieren Zahlen und Fakten zum Spektakel in Kitzbühel.

1 Grad, eine Niederschlagswahrscheinlichkeit von 20 Prozent, Aussicht auf Sonnenschein und Windgeschwindigkeiten bis zu acht Stundenkilometer – das ist die keineswegs ungünstige Prognose für Samstag, 11.30 Uhr, den Start der berühmt-berüchtigten Hahnenkammabfahrt. Heute erwartet Kitzbühel die Ski-Asse mit strahlend blauem Himmel, ab morgen mischen sich ein paar Wolken darunter, am Super-G-Freitag ist mit Schneeschauern zu rechnen. An der „weißen Pracht“ mangelt es der Gamsstadt überhaupt nicht. „Schöner kann man es nicht haben. Aber viel Schnee bringt auch viel Arbeit mit sich“, sagte FIS-Renndirektor Hannes Trinkl. Neuland betritt Mario Mittermayer-Weinhandl, der Axel Naglich als Rennleiter beerbte: „Es ist eigentlich alles so weit im Plan“, sagte der Kitzbüheler, der einst Techniktrainer im Deutschen Skiverband (u. a. von Felix Neureuther) war.

1:51,58 Minuten ist der Abfahrtsrekord von Fritz Strobl auf der Originalstrecke der Streif, also über die Gesamtdistanz von 3312 Metern. Die Bestmarke des Osttirolers hat seit nunmehr 1997 Bestand. Vor einem Jahr triumphierte der Deutsche Thomas Dreßen mit Hauptwohnsitz in Scharnstein in 1:56,17 Minuten, der frischgebackene Wengen-Triumphator Vincent Kriechmayr landete 46 Hundertstel dahinter als bester Österreicher auf Rang vier. Dreßen wird seinen Titel heuer nicht verteidigen können, ein Kreuzbandriss und eine anstehende Schulter-Operation lassen ein Comeback vor Ende November nicht zu.

3,4 Millionen Zuschauer haben 2018 die TV-Live-Übertragungen des ORF, der seit 1959 bewegte Bilder aus Kitzbühel ausstrahlt, verfolgt. Den Topwert im Fernsehen erzielte nicht die Abfahrt (1,34 Millionen), sondern der zweite Slalom-Durchgang mit 1,57 Millionen. Der Hype um Marcel Hirscher – im Vorjahr Zweiter – kennt keine Grenzen. Im Zielraum applaudierten etwa Ex-Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone, Niki Lauda oder die Motorsport-Größen Marc Márquez und Max Verstappen. Stammgast bei den Hahnenkammrennen ist Arnold Schwarzenegger, die Gerüchte verdichten sich, dass der „Terminator“ auch heuer auftauchen und eine Suite beim Stanglwirt in Going beziehen soll. Weißwurstparty inklusive.

7,5 Millionen Euro beträgt das Veranstaltungsbudget, der Umsatz während des Wochenendes wird auf 47 Millionen geschätzt. 600 Vollzeitarbeitsstellen sind dem Event zu verdanken.

9 Siege und damit so viele wie kein anderer hat Anderl Molterer in Kitzbühel gefeiert. Vier davon gelangen dem heute 87-jährigen Lokalmatador in der Hahnenkamm-Kombination, die mittlerweile abgeschafft wurde.

51 Kitzbühel-Erfolge hat der Österreichische Skiverband zu Buche stehen, Jubiläums-Gewinner (50er) war Matthias Mayer 2017 im Super-G gewesen, zwei Tage später kam Hirscher im Slalom. Die Hahnenkammrennen 2018 gingen allerdings ohne rot-weiß-roten Triumph zu Ende, in der Streif-Abfahrt warten die heimischen Speed-Asse seit 2014 auf einen Sieg. Damals war Hannes Reichelt der gefeierte Held.

320 Euro kostet ein Ticket für die VIP-Tribüne am Samstag – Snacks, Getränke und
ein Erinnerungsgeschenk inklusive. Im normalen Zuschauerbereich bewegen sich die Kartenpreise zwischen 20 (Super-G) und 30 Euro (Abfahrt).

700 Journalisten aus 30 Nationen sind akkreditiert, 45 TV- und 30 Radio-Stationen berichten. Im deutschsprachigen Raum erscheinen im Jänner ca. 6700 Print-Artikel.

85.500 Besucher wurden 2018 gezählt, allein die spektakuläre Abfahrt wollten 47.000 sehen. Der Slalom mit Sieger Henrik Kristoffersen (NOR) lockte 20.000 an. Der Zuschauerrekord datiert aus dem Jahr 1999. Damals pilgerten insgesamt 100.000 nach Kitz.

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