FIFA-Präsident sieht sich im Rechtund holt zum Gegenschlag aus

Zürich Wenig Hoffnung auf eine Mega-WM schon 2022, beißende Ironie für die durch die Football-Leaks-Enthüllungen erhobenen Vorwürfe: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat zum verbalen Rundumschlag ausgeholt und die jüngsten Anschuldigungen entschieden zurückgewiesen. Er habe „nichts Illegales und auch nichts, was gegen die Statuten verstößt, getan“, so der Schweizer. Vielmehr betonte der 48-Jährige, dass er seit Beginn seiner Amtszeit (Februar 2016) mit Störfeuern umgehen muss. „Die Tatsache, dass der Sohn italienischer Einwanderer FIFA-Präsident ist, mag manchen nicht gefallen. Dazu setzt er eine Frau aus Afrika, eine Muslimin, als Generalsekretärin ein.“

Angesprochen auf seine Freundschaft zum Schweizer Staatsanwalt Rinaldo Arnold reagierte der Boss des Fußball-Weltverbandes spöttisch. „Wenn es in der Schweiz verboten ist, Freunde zu haben“, sagte er hämisch und fügte an: „Ich bin sehr glücklich und stolz, Rinaldo als Freund zu haben. Ich darf einen Freund zu einem Spiel einladen.“ Arnold wird vorgeworfen, von Infantino exklusive Einladungen angenommen zu haben, u. a. zur WM 2018 in Russland und 2016 nach Mexiko zum FIFA-Kongress. Im Gegenzug soll Arnold Infantino bei juristischen Problemen behilflich gewesen sein. Die Walliser Staatsanwaltschaft untersucht den Fall derzeit.

Die Hauptvorwürfe: Er soll daran mitgewirkt haben, dass der FIFA-Ethikkodex aufgeweicht wurde. Zudem Infantino noch in seiner Funktion als UEFA-Generalsekretär den Großklubs ManCity und Paris SG zu milden Strafen für ihre Verstöße gegen die Regeln des Financial Fair Play verholfen habe.

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