Die welt ist ein ball. Maurice Wunderli (21) ist österreichisch-schweizerische Doppelstaatsbürger und spielt für den FC Höchst

„Sie schaffen es ins Viertelfinale“

Maurice Wunderli ist immer am Ball. Beim FC Höchst legt er weltreisebedingt jetzt allerdings eine achtmonatige Pause an.  VN/ger

Maurice Wunderli ist immer am Ball. Beim FC Höchst legt er weltreisebedingt jetzt allerdings eine achtmonatige Pause an.  VN/ger

Das Fußballherz des Maurice Wunderli schlägt im Takt von „Hopp Schwiiz“.

Höchst Die Mama ist Vorarlbergerin, der Papa Schweizer, er wohnt in Höchst, arbeitet in St. Margrethen, spielt beim FC Höchst und studiert in Chur: Maurice Wunderli (21) führt im wahrsten Sinne des Wortes ein grenzüberschreitendes Leben. Geht es allerdings um den Sport, dann gibt es für ihn eigentlich nur eine Nation: „Irgendwie fühle ich mich mit der Schweiz eher verbunden als mit Österreich. Wahrscheinlich liegt das daran, dass sich der Papa mehr für Sport interessiert als die Mama. Ich bin daher nie mit der Diskussion aufgewachsen, dass ich Österreich-Fans sein muss“, analysiert der österreichisch-schweizerische Doppelstaatsbürger.

Immer am Ball

Maurice Wunderli schnürte im zarten Alter von vier Jahren erstmals seine Fußballschuhe für einen Verein. „Ich war eigentlich von klein auf begeisterter Fußballer“, blickt der Absolvent der Fußballakademie Mehrerau zurück. Das Fundament für seine Fußballkarriere legte er bis zu seinem zwölften Lebensjahr beim FC Höchst. Es folgten Stationen in Vaduz, Altach, Bizau und Berg (Deutschland). Seit Sommer läuft der 1,85 Meter große Stürmer wieder für seinen Heimatverein auf. Am Ball ist Maurice Wunderli aber auch abseits des Rasens, vor allem dann, wenn die Schweizer Fußballnationalmannschaft spielt.

Das Dress hat bereits beim ersten Spiel ordentlich gelitten. „Es ist ein bisschen nass geworden beim Jubeln. Beim Public Viewing hat es eine Bierdusche gegeben“, erzählt der 21-Jährige und lacht. Nach einem 1:1 gegen Brasilien und einem 2:1-Sieg gegen Serbien hat die „Nati“ die Türen in Richtung Achtelfinale weit aufgestoßen. Heute, Mittwoch, um 20 Uhr, bekommen es die Schweizer im entscheidenden Gruppenspiel mit Costa Rica zu tun. „Serbien darf man nicht unterschätzen, aber ich bin optimistisch und sage, dass sie es ins Viertelfinale schaffen“, traut Maurice Wunderli seiner Mannschaft Großes zu. „Eine Stärke ist sicher, dass es eine eingespielte, ziemlich ausgeglichene und zweikampfstarke Mannschaft ist. Das Einzige, was ihnen vielleicht fehlt, ist ein Goalgetter von internationaler Klasse, der einfach in jedem Spiel ein Tor macht.“

Größte Reise

Neben der Fußballweltmeisterschaft, der Arbeit in der Spedition seines Vaters und dem Wirtschaftsstudium bereitet sich Maurice Wunderli derzeit auf die bislang größte Reise seines Lebens vor. Nach der letzten Prüfung an der Hochschule Chur steigt er am Wochenende ins Flugzeug und reist gemeinsam mit einem Freund acht Monate um die Welt. „Einen Fußball finde ich sicher irgendwo und sonst kaufe ich mir einen, damit ich wenigstens am Strand ein bisschen kicken kann. Die Leidenschaft zum Ball werde ich sicher nicht verlieren. Und im März steige ich dann wieder beim FC Höchst ein“, blickt der 21-Jährige in Richtung Zukunft. VN-ger

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