Die Probleme werden nicht weniger

von Christian Adam
Darijo Grujcic ist eines der vielen neuen Gesichter, die die Austria-Zukunft präsentieren sollen. Gepa

Darijo Grujcic ist eines der vielen neuen Gesichter, die die Austria-Zukunft präsentieren sollen. Gepa

Warum der Neubau des Planet-Pure-Stadions in Lustenau ein Muss ist und ansonsten erneut Ungemach droht.

Lustenau Westderby in Lustenau, der designierte Meister FC Wacker gastiert im Planet-Pure-Stadion – und nicht nur für Austria-Trainer Gernot Plassnegger steht fest: „Innsbruck ist weg.“ Dass man dem Fastmeister dennoch wehtun möchte, steht außer Frage. Und dabei baut der Coach weiter auf die Jugend. „Das ziehe ich durch“, sagt der Steirer, denn: „Es geht für uns schon um die nächste Saison, und da zählt für jede Spielminute.“ Einer dieser jungen Wilden ist Darijo Grujcic. Im Winter von Dornbirn gekommen, brauchte der 18-Jährige ein wenig Anlaufzeit, aber jetzt ist er da – sowohl als Innenverteidiger als auch auf der linken Außenseite verwendbar. „Das Tempo, die Zweikämpfe, einfach alles ist intensiver“, sagt Grujcic, „aber das war schon so, als ich von der Akademie nach Dornbirn gegangen bin.“ Er hat die Einstellung und die Mentalität – das sei wichtig. Der Trainer attestiert dem 188 cm großen Verteidiger zudem, dass er sich von Beginn an „voll reingehaut“ habe. Grujcic selbst stellt große Anforderungen an sich selbst: „Ich bin einer, der Fußball arbeitet. Ich will mich weiterentwickeln. Ich will mein Hobby zum Beruf machen.“ Und: „Ein Ronaldo ist auch nicht zufrieden.“

Die Stadionfrage

Der Austria droht einmal mehr in dieser Saison nicht nur sportliches Ungemach in Person des FC Wacker, sondern vielmehr ist die Causa Stadion erneut Spaßbremse. Dabei ist es gar nicht das noch offene Verfahren, das durch Stadionnachbarin Carmen Kaufmann angestrebt wurde. Deren Anwalt hat bei Gericht um eine Gutachtungsergänzung angesucht, weil im Stadion zwei neue Traktoren zum Einsatz kommen und die Lärmbelästigung damit erhöht wird.

Nun hat die Wirtschafts-presseagentur auch veröffentlicht, dass die Flutlichtmasten im Reichshofstadion und jetzigen Planet-Pure-Stadion ohne Baubewilligung in die Höhe ragten. Erst aufgrund der notwendigen

Verbesserung

der Lichtqualität seien die vier Masten-

bau- und naturschutzrechtlich im Nachhinein saniert worden. Laut Bürgermeister Kurt Fischer habe die Gemeinde als Eigentürmerin des Stadions rund um dieses eine Reihe von Altlasten aufgearbeitet. „Eine davon war die korrekte baurechtliche Genehmigung der Flutlichtmasten.“ Dies sei in enger Abstimmung mit der BH Dornbirn geschehen, um so die bislang rechtlich unzufriedene Situation zu klären. Wäre dies nicht geschehen, so hätte das laut Fischer im schlimmsten Fall „Licht aus“ bedeutet. Umso verständlicher wird nun das Drängen des Gemeindeoberhaupts auf grünes Licht für den anvisierten Neubau des Stadions.

Dass die Gemeinde bei der Sanierung mit einer Bauanzeige einer Bauverhandlung und der Konfrontation mit den Nachbarn aus dem Weg gegangen ist, tut für das schwebende Verfahren laut Kaufmanns Anwaltskanzlei List, in Person von Paul Nagler, nichts zur Sache.

„Es ist der beste Zeitpunkt, Spielpraxis zu erlangen. Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Teamnews

SC AUSTRIA LUSTENAU

AUFSTELLUNG (4-4-1-1): Sebald; Dorn, William, Tuncer, Grujcic; Dossou, Marco Krainz, Daniel Tiefenbach, Paulo Victor; Güclü; Marcel Canadi

Ersatz: Mohr, Avramovic, Nicolai Bösch, Pavlovic, Marceta, Pirkl, Sobkova

es fehlen: Drazan (Wadenprobleme), Ronivaldo (muskuläre Probleme), Barbosa (Knöchelverletzung), Grasegger, Joppich (beide werden den Verein verlassen), Djuric (Gelb-Rot-Sperre)

STATISTIK: 25 Erste-Liga-Duelle gegen FC Wacker Innsbruck – 8 Siege, 6 Remis, 11 Niederlagen – Torverhältnis: 36:43. Heim: 4-6-3 – 21:20. Auswärts: 4-0-8 – 15:23.

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