Erfolg zu Ehren seiner Majestät

von jochen dünser
Werner Deuring und seine Pandora-Crew holten sich in Norwegen die begehrte Sira-Siegertrophäe bei der WM der historischen 8-Meter-Rennyachten.  Foto: James Robinson Taylor

Werner Deuring und seine Pandora-Crew holten sich in Norwegen die begehrte Sira-Siegertrophäe bei der WM der historischen 8-Meter-Rennyachten.  Foto: James Robinson Taylor

Werner Deuring und Crew holen Weltmeistertitel in historischer 8-Meter-Klasse.

Bregenz. Edle Boote, harte Rennen: Die historische 8-Meter-Klasse gilt als die schönste und größte Bootsklasse des Segelsports – und seit dem Wochenende ist die vom norwegischen König Olav gestiftete Siegertrophäe im Besitz von Werner Deuring und seiner Pandora-Crew. Bei der vor der norwegischen Insel Hanko ausgetragenen Weltmeisterschaft sicherte sich der Skipper des YC Bregenz mit seinem Team, bestehend aus Markus Sagmeister, Taktiker Daniel Slater aus Neuseeland, Reinhard Brucker, Thomas Schäffler, Michael Seifarth und dem Kanadier Hugh Beaton, den begehrten Sira-Cup.

Großer Einsatz hat sich gelohnt

Insgesamt 28 Boote aus zehn Nationen beteiligten sich an den zehn Wettfahrten im Osloer Fjord. Die ungewohnt langen Wettfahrten mit einer Dauer bis zu 120 Minuten, Winde bis zu 30 Knoten, Seegang, unzählige Manöver und Segelwechsel forderten den Teilnehmern alles ab. Deuring: „Bei solchen am Bodensee nicht vorkommenden Verhältnissen gilt es gute Nerven zu bewahren, wenn am Lee-Gate zehn oder zwölf Yachten mit voller Fahrt unter Spinnaker nahezu zeitgleich von links und rechts kommend um den Vorrang beim Runden der Bojen kämpfen.“

Doch der große Einsatz machte sich bezahlt und am Ende sicherte sich die Crew des YC Bregenz als Gesamt-Zweiter den Siegerpokal in der Sira-Klasse (Anm. Boote, die vor 1960 gebaut wurden). Mit einem ersten, drei zweiten, je einem dritten, vierten und sechsten sowie zwei fünften Plätzen und 30 Punkten musste die YCB-Crew lediglich dem Team des Briten Avia Willment „geschlagen“ geben. Da deren Boot Miss U aber erst vor vier Jahren gebaut und in der Modern-Kategorie eingestuft wurde, ging der Siegerpokal in der als Königsklasse bezeichneten Sira-Kategorie an das Bregenzer Team. „Aufgrund der geschichtlichen Hintergründe hat die Sira-Klasse den höchsten Stellenwert. Aus diesem Grund wird deren Siegerpokal auch als heiliger Gral der 8-Meter-Klasse bezeichnet, und wir sind natürlich enorm stolz, dass uns dieser außergewöhnliche Triumph gelungen ist“, betont Deuring.

2018-WM vor Langenargen

Bei seinen bisherigen beiden WM-Teilnahmen hatte Deuring 2014 im französischen La Trinité-sur-Mer den sechsten bzw. vor zwei Jahren am Genfersee den zwölften Endrang belegt. Bei der Titelverteidigung dürfen sich Deuring und seine Crew über den Heimvorteil freuen, da das 8mR-Champion 2018 vor Langenargen am Bodensee stattfindet.

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