Holpriger Weg Richtung London

Kurz vor den US-Open findet Dominic Thiem wieder zu seiner Normalform. Foto: gepa

Kurz vor den US-Open findet Dominic Thiem wieder zu seiner Normalform. Foto: gepa

Dominic Thiem spielt in Cincinnati um wichtige Punkte fürs Saisonfinale in London.

cincinnati. Nach zwei knappen frühen Niederlagen in Washington und Montreal gewann Dominic Thiem das Achtelfinale von Cincinnati gegen den Franzosen Adrian Mannarino. Der 23-Jährige gewann ein knappes Match, was im Hinblick auf die US-Open wichtig für sein Selbstvertrauen ist. In der Nacht auf Samstag traf der aktuell Vierte im ATP-Race-to-London auf den wiedererstarkten Altstar David Ferrer. Thiem wird den mittlerweile 35-jährigen Spanier nicht unterschätzen. „Er spielt wieder viel besser in den letzten Wochen und Monaten“, so Thiem. Körperlich fühlt sich Thiem trotz großer Luftfeuchtigkeit fit. „Das ist eine gute Vorbereitung für New York, dort kann es auch so sein“, erklärt Thiem.

Erreicht Thiem sein drittes Semifinale auf ATP-Masters-1000-Ebene nach dem Endspiel in Madrid und dem Halbfinale in Rom (beides 2017), dann klettert er in der ATP-Rangliste wieder zurück auf Platz sieben. Der Deutsche Alexander Zverev wird trotz des frühen Aus in Ohio Sechster sein, weil dem derzeit angeschlagenen Cincinnati-Titelverteidiger Marin Cilic die 1000 Zähler aus der Wertung fallen. Neben den 380 Punkten für das ATP-Ranking könnte Thiem mit dem Erreichen des Halbfinales dieser höchsten ATP-Kategorie auch umgerechnet brutto 201.316,58 Euro einstreifen. Insgesamt bekam er schon über acht Millionen Dollar (brutto) Preisgeld.

1500 Punkte fehlen noch

Rein vom Ergebnis her ließe sich bei Dominic Thiem ein Aufwärtstrend erkennen, doch sein Coach Günter Bresnik sieht den Niederösterreicher schon seit einigen Wochen in guter Form. „Für mich spielt Dominic gut, auch wenn er gegen Schwartz­mann und Anderson verloren hat“, stellt Bresnik fest. Gedanken an das Race-to-London findet Bresnik „fiktiv“. Natürlich hat Thiem als aktueller Vierter gute Chancen, aber: „Momentan brauchst du 5000 Punkte, da ist er noch 1500 Punkte entfernt. Es muss zwar extrem ungünstig laufen, dass er noch weit zurückfällt. Aber bei 3500 Punkten, wenn 5000 die Grenze ist, rede ich noch nicht vom Master. Das ist absurd“, stellt Bresnik klar.

Thiem hält inklusive dem Cincinnati-Viertelfinale bei 3535 Punkten in der Jahreswertung, der aktuelle Cut für eine neuerliche Teilnahme an den ATP-World-Tour-Finals der besten acht Spieler in London liegt bei 5060 Zählern. Mit einem Titel in Ohio hätte Thiem übrigens 4355 Punkte.

Ohne Bresnik in Cincinnati

Bresnik, der in Cincinnati als Thiem-Coach von Galo Blanco vertreten wird, reist am Samstag nach New York. Einen Trip nach Cincinnati schließt er selbst bei einer Final-Qualifikation Thiems aus. „Ich fahre nie zu einem Turnier nach. Das ist kein Aberglaube, aber ich halte as für idiotisch“, sagt Bresnik. Fixiert sind hingegen Trainingstage Thiems bis Donnerstag in New York mit Chatschanow, von Freitag bis Sonntag wird auf der US-Open-Anlage trainiert.

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