VN-Interview. Andreas Lienhart (31), Verteidiger Cashpoint SCR Altach

„Wir brauchen zwei Topspiele“

von Christian Adam aus Innsbruck
Andreas Lienhart (Bild) gehört neben Torhüter Martin Kobras und Kapitän Philipp Netzer zu den Urgesteinen des SCR Altach. foto: gepa

Andreas Lienhart (Bild) gehört neben Torhüter Martin Kobras und Kapitän Philipp Netzer zu den Urgesteinen des SCR Altach. foto: gepa

SCRA-Verteidiger Lienhart über die Chancen gegen Maccabi und seine GAK-Zeit.

Innsbruck. 270 Spiele hat er für den Cashpoint SCR Altach bestritten. Damit gehört Andreas Lienhart zu den Urgesteinen des Altacher „Wunderteams“. Doch nun warten auf den 31-Jährigen, der schon in jungen Jahren mit Trainer Klaus Schmidt zusammenarbeitete, nach seiner Genesung die vielleicht wichtigsten zwei Partien seiner Laufbahn. Er weiß: Gegen Maccabi braucht es definitiv zwei Topspiele.

Vorweg die Frage nach Ihrer Fitness. Wie geht es Ihnen?

Lienhart: Gut, ich hoffe es bleibt so. Seit Mai habe ich eigentlich immer wieder Probleme mit der Muskulatur gehabt. Weshalb, das weiß ich nicht. Möglicherweise eine Überbelastungsgeschichte, vielleicht habe ich den Körper zu sehr ausgereizt. Aber jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht bei jedem Wehwehchen aufhöre – das ist mein Naturell.

Ein Blick zurück zum Salzburg-Spiel. Ist die Niederlage schon aus den Köpfen?

Lienhart: Definitiv. Wir haben ja 99 Prozent richtig gemacht, nur das Tor nicht geschossen. Leider haben wir uns dann am Schluss nicht clever angestellt.

Was wissen Sie bereits über den Europa-League-Gegner Maccabi Tel Aviv?

Lienhart: Wir haben schon am Montag erstmals Videos vom Gegner analysiert. Jetzt bekommt jeder Spieler noch genaue Infols über den Gegner und die einzelnen Akteure – z. B. sein starker Fuß, sein Abwehrverhalten usw. Wir haben gesehen, dass Maccabi eine Mannschaft ist, die Fußball spielen will und kann. Auf uns wartet eine harte Aufgabe. Andererseits sind wir von uns überzeugt. Wir wollen das Heft selbst in die Hand nehmen und zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind.

Stellt sich die Situation vor dem Play-off nicht ähnlich dar wie vor zwei Jahren gegen Belenenses?

Lienhart: Mit dem Unterschied, dass wir es uns hart erarbeiten mussten. Viele dachten, wer Guimarães schlägt, muss auch gegen Belenenses gewinnen. Vielleicht denken die Fans das wieder, wir aber wissen, dass wir zwei Topspiele abliefern müssen.

Was erwarten Sie?

Lienhart: Mein Wunsch wäre ein Zu-Null-Ergebnis in Innsbruck. Das würde zusätzliches Selbstvertrauen geben. Wir müssen auch Geduld zeigen und die wenigen Chancen, die sich vielleicht bieten, kaltschnäuzig nutzen und Tore machen. Vielleicht hat sich Moumi (Anm. d. Red.: Ngamaleu) ja die Tore für Donnerstag aufgehoben. Das würde nicht nur Altach, sondern ganz Österreich freuen.

Und Ihre persönliche Hoffnung?

Lienhart: Der Trainer entscheidet, wer spielt. Wichtig ist, dass jeder 100 Prozent für das Team gibt, egal wer aufläuft.

Apropos Trainer: Sie haben mit Klaus Schmidt schon einmal zusammengearbeitet.

Lienhart: Das war vor 13 Jahren beim GAK. Er war Physiotherapeut und Kotrainer bei Walter Schachner und dann bei Lars Söndergaard. Wir Jungen haben sehr von ihm profitiert. Er hat nach dem Training noch mit uns geübt – Abschlüsse, Flanken und vieles mehr. Ich habe von ihm sehr viel mitnehmen können.

Wie verlief das Wiedersehen in Altach?

Lienhart: Wir haben beide geschmunzelt, als wir uns wiedergesehen haben. Er sagte mir, dass er meinen Werdegang immer mitverfolgt hat. Der Trainer ist definitiv ein Fußballverrückter und zwar positiv.

Wie beurteilen Sie als Routinier die Arbeit des Trainerteams rund um Klaus Schmidt?

Lienhart: Man sieht ja, dass wir wieder als geschlossenes Team auftreten. Der SCRA funktioniert nur über die Mannschaft und nicht über Einzelspieler.

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