VN-Interview. Michael Wondra, Geschäftsführer Cashpoint Sportwetten GmbH

„Ist uns ans Herz gewachsen“

von Christian Adam
Besiegeln die neue Partnerschaft: Cashpoint-Geschäftsführer Michael Wondra (l.) und Altachs Josef Lässer. Fotos: Adam/2

Besiegeln die neue Partnerschaft: Cashpoint-Geschäftsführer Michael Wondra (l.) und Altachs Josef Lässer. Fotos: Adam/2

Cashpoint-Geschäftsführer Michael Wondra über neuen Vertrag und geheime Wünsche.

Altach. Was 2006 eher durch einen „Zufall“ (Michael Wondra) begann, ist inzwischen mehr als eine Partnerschaft. Und so war die Verlängerung des Sponsorvertrags zwischen der Cashpoint Sportwetten GmbH und dem SCR Altach zu neuerlich verbesserten Konditionen laut Josef Lässer – er betreut von Beginn an den SCRA-Hauptsponsor – eine „Sache von wenigen Minuten“. Eine wirkliche Laufzeit wurde ebenfalls nicht vereinbart, verlängert sich der Kontrakt doch automatisch, so dieser von
keiner Partei explizit beendet wird.

Seit elf Jahren ist Cashpoint Hauptsponsor. Wie kam es dazu?

Wondra: Ich weiß es eigentlich nicht mehr genau. Wir haben damals in Hohenems unser erstes Wettbüro eröffnet. Da kam die Anfrage aus Altach. Ich weiß noch, wie ich dann mit Josef Münzker (Anm. d. Red.: damals ebenfalls Geschäftsführer, heute Betreiber der meisten Cashpoint-Filialen) telefonierte. Das dauerte drei Minuten und dann sagten wir: Das machen wir. Heute haben wir einen sehr persönlichen, ja freundschaftlichen Kontakt zu allen im Verein. Natürlich, Werbung ist schön. Hier aber geht es um Beständigkeit, es ist eine gewisse Liebe zum Sport. Altach ist uns ans Herz gewachsen.

In all den Jahren hat der Klub auch einige Tiefs erlebt. Gab es nie Überlegungen, auszusteigen?

Wondra: Nein, diese Gedanken gab es nie. Uns macht die Zusammenarbeit Spaß und es ist eine gewisse Verbundenheit da. Wir haben ja auch gesehen, dass sich der Verein nie hängen gelassen hat, als es sportlich nicht so gelaufen ist. Zudem ist der Klub wirtschaftlich gut aufgestellt.

Welche Erwartungen haben Sie als Hauptsponsor?

Wondra: Sponsoring lässt sich nicht direkt messen. Wir haben auch andere Betätigungsfelder wie Bandenwerbung oder über Dressen. Was über die vielen Jahre wirklich passiert ist, ist die Sache, dass Cashpoint bekannt geworden ist. Ob durch den Fußball oder durch unser Hauptgeschäft, ist nebensächlich. Die Marke hat an Wert gewonnen. Das schafft man aber nicht in einem Jahr, das passiert über viele Jahre.

Cashpoint Altach ist also zu einer Marke im Sport geworden?

Wondra: Für uns ja, bei den Medien ist es noch nicht ganz angekommen. Wenn ich mir die Berichterstattung anschaue, dann ist der Klub österreichweit unterdurchschnittlich präsent. Das tut meiner Seele weh. Ich weiß ja, was hier geleistet wird, trotz des kleinen Budgets. Wenn ich an die schwierige Vorsaison denke: Trainer weg, Goalgetter weg und im Sommer steigt man auf wie der Phönix aus der Asche.

Was fällt Ihnen zu einer möglichen Schlagzeile ein: Altach schafft die Europa-League-Gruppenphase?

Wondra: Wahnsinn! Sollten wir die Nuss Maccabi knacken, das wäre der Wahnsinn. Ich würde es dem Team wünschen, weil es immer zusammengehalten hat. Aber es ist ein schweres Los.

Zurück zum neuen Vertrag. Haben Sie eine Laufzeit vereinbart?

Wondra: Prinzipiell ja. Der Vertrag aber verlängert sich automatisch, so er nicht explizit gekündigt wird. Wir wollen ein beständiger Partner sein und unsere Marke positiv besetzen. Das ist nicht nur im Sport wichtig.

Apropos positiv: Wetten haben nicht nur ein positives Image und die Konkurrenz ist groß?

Wondra: Ich mache das nun schon mehr als 25 Jahre. Damals war es ein Pioniergeschäft, heute ist es eine Industrie, in der börsennotierte Unternehmen Produkte anbieten. Wir gehören zu einem deutschen Familienunternehmen (Anm. d. Red.: Xtip). Wir können uns behaupten, auch weil wir ein super Produkt haben. Wir kennen auch die Probleme hier in Vorarlberg – illegale Sportwetten und Zockerbuden – und versuchen mit der Politik und den Behörden zusammenz arbeiten.

Und das Problem der Spielabsprachen?

Wondra: Als Buchmacher, als Wettanbieter, haben wir zum einen die Pflicht, Kunden zu schützen, andererseits keine Plattform zu bieten. Spielabsprachen funktionieren nur, wenn ein finanzieller Erfolg möglich ist. Deshalb versucht unser Risikomanagement sofort zu reagieren, wenn unmögliche Summen gesetzt werden. Dann macht das System zu und die Spiele kommen aus dem Bewerb.

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Michael Wondra (r.) im Gespräch mit Christian Adam.

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