Kommentar

Christian Adam

Die Macht des Geldes

Der Präsident spricht von einem Solidaritätsbeitrag und muss dabei selbst ein wenig schmunzeln. 70.000 Euro würde ein Weiterverkauf von FCZ-Stürmer Raphael Dwamena der Lustenauer Austria bringen. Wenig, wenn man bedenkt, dass ein Dembélé bei einem Verkauf an den FC Barcelona seinem Exklub Stade Rennais nochmals 30 Millionen in die Kasse fließen lässt. Aber viel, wenn man es aus der Sicht der Grün-Weißen betrachtet. Von Red-Bull verschmäht, bei der Austria zum Torjäger geworden, war das Hemd näher als der Rock. Trotz Millionenangebot aus Moskau hörte man auf den Wunsch des Spielers und ließ ihn nach Zürich ziehen.

„Ich würde mich freuen, wenn ich mehr solche Spieler hätte.“ Nagel kann dem aktuellen Angebot von Premier-League-Aufsteiger Brighton für den 21-Jährigen Positives abgewinnen. Zehn Millionen sollen es sein, die die Engländer für den Stürmer auf den Tisch legen wollen. Da wird man wohl auch beim FCZ trotz sportlichen Ambitionen nicht Nein sagen können – sofern das Angebot gilt. Gleiches wird wohl auch in Dortmund passieren, wo sich die Klubaktionäre angesichts des unmoralischen Barça-Angebots für Dembélé schon die Hände reiben. Die BVB-Aktie steigt, der Fußball floriert und die Macht des Geldes scheint kein Ende zu kennen.

christian.adam@vn.at,
05572/501-211

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