Kommentar

Christian Adam

Störfeuer oder mehr

Im Vorjahr war es Damir Canadi und nun taucht der Name Nicolas Moumi Ngamaleu in Zusammenhang mit dem SK Rapid auf. Österreichs Rekordmeister versteht es anscheinend bestens, ein Störfeuer in Richtung Altach anzufeuern. „Unverkäuflich“ – die prompte Antwort aus dem Rheindorf kam sofort. Vielleicht wäre es passender gewesen zu sagen: Nicht leistbar, für Rapid.

Der Teamspieler aus Kamerun ist für Altach derzeit quasi eine Art Lebensversicherung. Umso mehr in Zeiten, in denen das Europacupfieber grassiert und auf das tägliche Brot Meisterschaft vergessen wird. Dabei ist man sich in Altach durchaus bewusst, den 23-jährigen Ausnahmestürmer nicht auf Dauer an den Klub binden zu können. Jetzt aber wäre es das falsche Signal, für die Mannschaft und für die Fans.

Nicht Ngamaleu, sondern die Performance in der Meisterschaft muss nachdenklich machen. Bester Beweis dafür ist einmal mehr die Tatsache, dass Statistik allein keine Spiele gewinnt. Diese wies nach dem Wolfsberg-Spiel 67 Prozent Ballbesitz aus. Das war nahe dem bisherigen Bestwert (68 Prozent) in der Altacher Bundesliga-Geschichte. Die Krux an der Sache? Ballbesitz im Niemandsland, sprich in der defensiven Zone, ist nur für den statistischen Wert hilfreich, im vorderen Drittel aber fehlte die Effektivität. Die Niederlage in Wolfsberg hat Schmerzen bereitet, nicht nur weil WAC-Stürmer Mihret Topcagic überhart gegen Benedikt Zech und Jan Zwischenbrugger eingestiegen ist. Das 0:1 ist quasi der Finger in der Wunde. Schwarzmalen ist nicht angesagt, eine nüchterne Analyse aber ist angebracht. Nicht zuletzt ob der Tatsache, dass nun mit Meister Salzburg und dem Aufsteiger LASK zwei Teams mit starker Spiel-Präsenz warten.

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