Kommentar

Christian Adam

Zauber ist erloschen

Erinnern wir uns an den Herbst, Altach mischte die Liga auf, alles schien aufzugehen. Nur fünf Monate nach der Kür zur Wintermeisterschaft herrscht Tristesse. Seit neun Spielen ohne Sieg, in der Frühjahrstabelle Zehnter und damit Letzter. Das Selbstvertrauen ist weg, das Selbstverständnis nicht mehr sichtbar, hinzu kommt noch das Pech – mit dem Mattersburg-Spiel ist der Zauber endgültig erloschen.

Mattersburg? Da war doch was! Ein gewisser Nikolaj Hänni leitete 2009 (10. April) die brisante Abstiegspartie zwischen den Burgenländern und Altach. Das Resultat ist hinlänglich bekannt: Ein klarer Elfmeter für die Vorarlberger wurde nicht gegeben, der Schweizer war mit der Partie völlig überfordert – Altach velor 4:5 und stieg am Saisonende aus der Bundesliga ab. Acht Jahre später ist es wieder ein Schiedsrichter, der der Partie im Pappelstadion den Stempel aufdrückte. Dass Sebastian Gishamer seine Fehler nach Spielende vor laufender Kamera zugab, ehrt ihn, ändert aber nichts an der Tatsache, dass Altach dadurch immer tiefer in die Krise stürzt.

Diese hat zwar vordergründig mit den Fehlpfiffen zu tun, die Ursache aber liegt in der Vergangenheit. Die Verarbeitung der Erfolge vom Herbst ist misslungen, das steht nunmehr außer Frage. Für den nächsten Schritt nach vorne aber muss Altach endlich den Schatten vergangener Tage hinter sich lassen. Und das in jeder Hinsicht, ganz konsequent. Mit heutigem Zeitpunkt muss deshalb klar gesagt werden: Die so ersehnte Europa-League-Qualifikation, jetzt nur noch über den Umweg Salzburger Cupsieg möglich, ist gar nicht mehr wünschenswert, vielmehr sollte die Vorbereitung eine sportliche Gesundung bringen.

christian.adam@vn.at,
05572/501-211

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