Ohne ihre Fans wirkte die Austria leblos

von thomas knobel
Die Plätze der grün-weißen Fankurve auf der Nordtribüne blieben gegen BW Linz verwaist. Foto: gepa

Die Plätze der grün-weißen Fankurve auf der Nordtribüne blieben gegen BW Linz verwaist. Foto: gepa

Ohne Stimmung auf der Nordtribüne bezogen die Lustenauer eine 1:4-Heimpleite.

Lustenau. Keine Trommel auf der Nordtribüne, kein Gesang – und auf dem Feld nur wenige zusammenhängende Spielzüge. Die Austria wirkte bei der 1:4-Heimpleite gegen BW Linz leblos. Dabei hatte es zur Pause (1:0) noch ganz anders ausgesehen.

Es war ruhig im Stadion, viele, auch die Spieler, vermissten die Anfeuerung der Fanklubs auf der Nordtribüne. Die aber waren nach den Vorfällen beim Auswärtsspiel in Pasching gegen den LASK dem Heimspiel aus Protest ferngeblieben. „Um unserem finanziell gebeutelten Verein in Zeiten wie diesen nicht zu Schaden . . .“ war auf der Internetseite des Fanklubs Nordtribüne zu lesen. Grund war die Stadionsperre für all jene Fans, die am 14. April zum LASK-Spiel mitgereist waren. Einige grün-weiße Anhänger waren bei Übergriffen auf Ordner gefilmt worden. Weil aber die Stadionsperre auf alle auf dem Video erkennbaren Fans ausgedehnt wurde, werden die beiden Heimspiele in dieser Woche bestreikt.

Wießmeiers siebenter Treffer

Und so wurden die Hardcore-Fans nicht Zeuge der vielleicht schlechtesten 45 Heimminuten in dieser Saison. Denn die Austria kassierte gegen den Abstiegskandidaten gleich vier Gegentreffer. Drei davon fielen innert 18 Minuten.

Damit wartet Neotrainer Andreas Lipa weiter auf seinen ersten Heimsieg mit der Mannschaft. „Ich bin froh, schon hier zu sein. Natürlich weiß ich, dass in einer Testphase in der Schlussphase der Meisterschaft auch solche Spiele passieren können“, nahm der Wiener die Niederlage noch einigermaßen gelassen. Dabei hatte seine Mannschaft zur Pause durch einen Treffer von Julian Wießmeier verdientermaßen geführt. Nach einer herrlichen Passvorlage von Pius Grabher schlenzte der Deutsche den Ball souverän an Torhüter Hidajet Hankic vorbei ins Netz (41.). In der Folge fühlte sich die Austria bei zwei Schiedsrichter-Entscheidungen schlecht behandelt – zurecht: Denn das Foul von Felix Huspek an Wießmeier hätte ebenso als Elferfoul gepiffen werden müssen wie jenes von Lukas Gabriel am eingewechselten Jailson.

Gäste effektiver

So aber präsentierte sich plötzlich der Gast aus Linz sehr effektiv in der Auswertung seiner Chancen. Ganz im Gegensatz zu den Versuchen der Austria, ob mit Valentin Grubeck oder später mit Jailson als Spitze. Beide vermochten kaum Torgefahr auszustrahlen. Auch Peter Haring fand auf der Sechserposition nicht wie gewohnt ins Spiel. All das dürfte Trainer Andreas Lipa auf der Suche nach einer neuen Mannschaft nicht gefallen haben.

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