Für einen Sieg noch zu wenig

Altachs Motor stotterte bei Scherbs Trainerdebüt noch. Schnelle Besserung aber in Sicht.

Maria Enzersdorf. Durch das Remis bei der Admira musste Altach die Tabellenführung an Red Bull Salzburg abgeben. Der Frust darüber hielt sich allerdings in Grenzen. Zu sehr stotterte noch der Motor, vor allem in den ersten 30 Minuten der Partie. Zu sehr fehlten im Vergleich zum 3:1 in der letzten Herbstrunde gegen Rapid der gesperrte Boris Prokopic, die verletzten Louis Ngwat Mahop und Andreas Lienhart und der im Winter zu Red Bull zurückgekehrte Dimitri Oberlin.

Schock in der stärksten Phase

Dabei sah es kurz so aus, als würden die Altacher doch einen souveränen Dreier einfahren. Nach einer unansehnlichen halben Stunde beider Teams nahmen die Rheindörfler das Heft in die Hand, scheiterten in Minute 34 und 35 nur knapp. Patrick Salomon köpfte nach schöner Luxbacher-Flanke knapp über das Tor, der starke Ngamaleu scheiterte an Stange und Admira-Goalie Leitner. Doch nur fünf Minuten später durfte der Kameruner über das 1:0 jubeln, weil Pavic ein klares Elfmeterfoul an Nikola Zivotic (für den verletzten Harrer gekommen) beging und Ngamaleu den fälligen Penalty versenkte.

Nur eine Minute später folgte der Schock. Mit nur einem langen Ball hebelte die Admira die gesamte Altach-Dreierkette aus. Nach zwei Glanzparaden von Lukse gegen Knassmüllner traf Christoph Monschein per artistischem Fallrückzieher zum Ausgleich. „Das 1:1 darf uns nicht passieren. Gehen wir mit der Führung in die Pause, gewinnen wir das Spiel“, war sich Co-Trainer Werner Grabherr sicher.

Viele Flanken, wenig zählbares

Altach hatte in der zweiten Halbzeit mehr vom Spiel,

ohne dabei allerdings wirklich zwingend zu werden. Zum Schluss hatten beide Teams noch den Matchball am Fuß. Starkl scheiterte nach einem wunderschönen Doppelpass mit Monschein an Lukse (81.). Und in der 88. Minute prallte der Ball nach einer Offensivaktion von Ngamaleu Zivotic auf den Fuß. Doch die Kugel strich hauchdünn am Tor vorbei. Das Remis sahen Altachs Verantwortliche nicht als
Beinbruch.

Immerhin sollten

in der

nächs-

ten Runde gegen St. Pölten

Prokopic,

Mahop und ein nach abgeschlossener

Bundesheer-Grund

ausbildung wieder stärkerer Dovedan zur Verfügung stehen. „Wenn wir dieses Heimspiel gewinnen sind wir mit vier Punkten gestartet. Dann kann man sicher von einem geglückten Start sprechen“, findet Grabherr. Immerhin ist nach Martin Scherbs Trainerdebüt klar, dass er am Erfolgssystem vom Herbst kaum etwas geändert hat. „Wir haben an kleinen Rädchen gedreht. Im Offensivspiel Muster eintrainiert, um unser Spiel über die Seite zu verbessern.“ Das gelang. 18 zu zwei Flanken standen am Ende zu Buche. Allein an der Präzision fehlte es. Und so war ein Punkt diesmal noch das Höchste der Gefühle.

Das 201. Bundesliga-Spiel

Lukas Jäger, der gestern seinen 23. Geburtstag feierte, kassierte in der Südstadt seine fünfte Saison-Gelbe und ist gegen St. Pölten gesperrt. Für Altach war es das 201. Spiel in der Bundesliga. Zum 42. Mal erreichten die Rheindörfler ein Remis. Bei 68 Siegen und 91 Niederlagen liegt man in der ewigen Tabelle auf Rang 16.

<p class="caption">Altachs Nicolas Brice Moumi Ngamaleu feiert seinen vierten Saisontreffer mit einem Überschlag. Foto: gepa</p>

Altachs Nicolas Brice Moumi Ngamaleu feiert seinen vierten Saisontreffer mit einem Überschlag. Foto: gepa

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