„Heiligenschein“ für Sicherheit

Nico Rosberg fand die Strecke in Spa ideal, um den Sicherheitsbügel „Halo“ zu testen. Es reichte für die Bestzeit im ersten Training.
Nico Rosberg fand die Strecke in Spa ideal, um den Sicherheitsbügel „Halo“ zu testen. Es reichte für die Bestzeit im ersten Training.

Rosberg hat in Spa Sicherheitsbügel „Halo“ getestet. Verstappen Schnellster im Training.

spa-francorchamps. Nico Rosberg hat beim ersten Training in Spa-Francorchamps mit dem Sicherheitssystem „Halo“ am Boliden die Bestzeit erzielt. Dabei soll ein ringförmiger Bügel den Kopf des Fahrers bei Unfällen besser schützen. Neben Mercedes waren Red Bull, Toro Rosso und Force India mit dem Cockpitschutz unterwegs. „Ein paar Runden reichen erstmal aus, um es ein bisschen zu verstehen“, meinte Rosberg. „Er unterstütze massiv eine Verbesserung der Sicherheitsstandards im Kopfbereich der Fahrer“, so der Mercedes-Pilot. „Ich denke, von allen Strecken ist Spa eine der besten, um es zu testen mit all den Vor- und Nachteilen“, betonte Nico Hülkenberg mit Blick auf mögliche Sichteinschränkungen für die Fahrer.

Heiligenschein für die Formel 1

„Halo“ ist englisch und heißt übersetzt Heiligenschein. Der Name hat einen Grund. Bei „Halo“ ist ein ringförmiger, sieben Kilo schwerer Titan-Bügel über den Kopf des Fahrers gespannt. Damit soll die Überlebenschance bei Unfällen aller Art um 17 Prozent höher sein. Generell wird ein System gesucht, das die Fahrer vor herumfliegenden Teilen schützen soll, nachdem 2009 Felipe Massa von einer Metallfeder in Ungarn getroffen worden war.

Die zuständige Strategiegruppe lehnte die Einführung von „Halo“ Ende Juli allerdings ab. Es bleibe eine starke Option, hieß es damals. Bis zum Ende der laufenden Saison und im nächsten Jahr soll weiter getestet werden. „Möglicherweise gibt es eine noch bessere Lösung“, verlautete die Strategiegruppe. Als Alternative testete Red Bull bereits einmal eine Art Windschutzscheibe. Dabei bleibt der Raum über dem Kopf der Piloten aber immer noch komplett offen.

Hamilton muss hinten anstehen

Die beste Zeit des Tages ging aber weder an Halo-Fahrer Rosberg, noch an Weltmeister Hamilton, sondern an Lokalmatador Max Verstappen. Der 18 Jahre alte, in Belgien geborene Niederländer und sein australischer Teamkollege Daniel Ricciardo bestätigten Rosbergs Vorahnungen. Im Kampf um den Sieg in Belgien muss er das Red-Bull-Duo fürchten. WM-Spitzenreiter Hamilton hat aufgrund seines doppelten Motorwechsels und der damit verbundenen Rückversetzung nur theoretische Chancen, um den Sieg mitzufahren. Wie erwartet, sammelte der Brite im Training Strafplätze en masse – wegen zweier neuer Antriebseinheiten muss er von ganz hinten in den 13. WM-Lauf starten. Nach dem Ende der zweiten anderthalbstündigen Session kam Hamilton auf eine Strafversetzung um 30 Plätze. Würden noch weitere im Training am Samstag hinzukommen, würden sie angesichts von 22 Startern keine Rolle mehr spielen. Durch den Einsatz mehrerer neuer Antriebseinheiten in Belgien für den Rest der Saison erhofft sich Mercedes, in den nachfolgenden Rennen weitere Strafen umgehen zu können.

Ein paar Runden reichen erstmals aus, um Halo ein bisschen zu verstehen.

Nico Rosberg
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