Die Dopingnachtests überführen 31 Sportler

Olympia-Teilnehmer von Peking bei nachträglichen Kontrollen erwischt.

Lausanne. 31 Teilnehmern an den Olympischen Spielen 2008 drohen aufgrund von Doping-Nachtests des IOC Sanktionen. Das gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach der Auswertung von 454 aufbewahrten Proben der Sommerspiele in Peking mit neuen Analysemethoden bekannt. Die Namen der Athleten aus sechs Sportarten, gegen die Verfahren eingeleitet worden sind, wurden noch nicht genannt.

Rio-Starter im Visier

Die betroffenen zwölf Nationalen Komitees werden in den nächsten Tagen informiert, hieß es weiter. Außerdem will das IOC demnächst über die Ergebnisse der Nachkontrollen von 250 Proben der Sommerspiele in London mit verbesserten Analysemethoden informieren. „Das Ziel ist es, jeden Dopingbetrüger von der Teilnahme bei Olympia in Rio abzuhalten“, teilte das IOC nach einer Sondersitzung des Exekutivkomitees mit. Dementsprechend habe man sich auch bei den nun ausgewerteten 454 Proben auf solche Sportler konzentriert, die im August in Brasilien am Start sein könnten.

Sotschi im Fokus

Die zuletzt erhobenen schweren Vorwürfe gegen Russland bei den Winterspielen in Sotschi werden ebenfalls untersucht. In Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur soll das Anti-Doping-Labor in Lausanne diese Proben auf die „effizienteste und wissenschaftlich sauberste“ Art und Weise analysieren. Klassische Nachtests wie bei den Proben aus Peking und London sind dies allerdings nicht.

Denn nach den Anschuldigungen des damaligen Leiters des Anti-Doping-Labors, Gregori Rodtschenkow, könnten solche „klassischen“ Nachtests eventuell gar nichts nützen. Rodtschenkow hatte davon berichtet, dass er unter Mithilfe des Inlandsgeheimdienstes FSB angeblich über 100 Dopingproben russischer Athleten in Sotschi ausgetauscht hatte. Ob davon auch die für Nachtests geeigneten „B-Proben“ betroffen waren, erklärte er nicht.

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