An Überraschung vorbeigeschrammt

Ein Benzinpumpendefekt verhinderte ein Topresultat für Christoph Lampert.

WOLSFELD. (VN-dg) Es wäre die Überraschung schlechthin gewesen: Der Feldkircher Berg-Spezialist Christoph Lampert düpierte mit seinem „nur“ 190 PS starken TracKing-Silhouetten-Renner, angetrieben von einem 1000-Kubik-Suzuki-Motorrad-Motor, beim Berg-DM-Lauf in Wolsfeld bei Bitburg beinahe die komplette, 120 Starter umfassende Konkurrenz. Im Training lag er mit einer Bestzeit von 1:06,02 Minuten auf der 1,64 km langen und mit engen Kurven gespickten Strecke an der großartigen fünften Stelle, inmitten von Formel- und Gruppe-CN-Sportwagen-Boliden. Auf den Trainingsschnellsten Bruno Ianniello im 650 PS starken Lancia-Delta fehlten Lampert nur 1,39 Sekunden. Einen Rang hinter Lampert zurück: der spätere Tagessieger David Hauser (Lux) in einem Dallara-GP2-Renner.

Alle Register gezogen

Im ersten Rennlauf am Pfingstmontag zog der 34-jährige Feldkircher dann nochmals alle Register seines Könnens, toppte seine Trainingsbestzeit um sagenhafte 1,44 Sekunden auf 1:04,58 Minuten (91,42 km/h Schnitt) und fand sich hinter Ianniello, dem Deutschen Formel-3-Piloten Frank Debruyne und dem Sportwagenpiloten Francesco D’Acri an unglaublicher vierter Zwischenposition. Auf Debruyne fehlten Lampert nur 22, auf D’Acri gar nur sieben Hundertstelsekunden. Hauser lag mit seinem GP2-Monoposto-Renner mit 1:04,96 erneut hinter ihm zurück. Eine große Überraschung lag also in der Luft, doch es sollte nicht sein. Im zweiten Rennheat streikte urplötzlich die Benzinpumpe. Lampert: „Das Auto hat mitten auf der Piste einfach abgestellt und ging nicht mehr zum Starten. Ich glaube, dass die Sicherung der Benzinpumpe rausgeflogen ist. Somit war es erledigt, da bei dieser Veranstaltung für die Wertung alle drei Rennläufe zusammengezählt werden. Die Zeit im ersten Rennlauf war wirklich der Hammer, und da wäre sogar für die restlichen zwei Gipfelstürme noch etwas drinnen gewesen.“ Schlussendlich siegte Hauser vor Debruyne und Ianniello. Der Höchster Werner Walser wurde mit seinem Opel Kadett C Gesamt-96. Lamperts nächster Renntermin ist am 4./5. Juni der Bergrennslalom von Damüls.

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