Unspektakuläres Ende einer Saison wie in einer Achterbahn

von Christian Adam
Hannes Aigner feiert als Fan auf der Tribüne das Saisonende, auf Sportchef Georg Zellhofer (unten) wartet viel Arbeit.
Hannes Aigner feiert als Fan auf der Tribüne das Saisonende, auf Sportchef Georg Zellhofer (unten) wartet viel Arbeit.

Nullnummer zum Abschluss, Altach muss sich mit Endrang acht begnügen.

Altach. Die Geschichte des letzten Saisonspiels ist schnell erzählt. Schon nach 20 Minuten wärmten die Ersatzspieler auf (Trainer Canadi: „Ich hätte am liebsten gewechselt“), erst nach der Halbzeit kam Altach besser ins Spiel, zu einem Tor gegen Ried reichte es aber nicht. Auch weil Thomas Reifeltshammer nach einem Kopfball von Philipp Netzer auf der Linie klärte (71.) und zuvor der Ex-FCL-Torhüter Reuf Durakovic einen von Jan Zwischenbrugger verlängerten Freistoßball, getreten von Martin Harrer, zur Ecke drehte (70.). Und als dann noch ein Schuss von Netzer, leicht abgefälscht, den Weg vom Pfosten ins Aus fand, war es mit der Torgefahr der Rheindörfler vorbei (82.).

Denn vor der Pause haben die Altacher spielerisch enttäuscht, die Gewissheit des Klassenerhalts hat doch ein wenig die Konzentration geraubt. Die Warnung von Coach Damir Canadi im Vorfeld der Partie bezüglich einer Verpflichtung gegenüber Fans und Sponsoren wirkte erst nach Seitenwechsel. Am Ende aber sollte der angestrebte Endrang sieben nicht mehr erreicht werden, immerhin schloss man die Heimtabelle auf Platz sieben ab.

Viel Arbeit in Halbzeit drei

Mit dem Ende der Spielzeit 2015/16 beginnt die dritte Halbzeit, heißt Planphase für die kommende Saison, deren Trainingsstart am 6. Juni ist. Für Georg Zellhofer, den Geschäftsführer Sport, hat die dritte Halbzeit begonnen. Immerhin gibt es einige Unklarheiten, im Kader und in Sachen Neuzugänge. Zu klären wäre da etwa die Zukunft von Ismael Tajouri. Beim 22-jährigen Neo-Österreicher haben weder die Austria Wien vom Rückkaufsrecht noch Altach von der Kaufoption Gebrauch gemacht. Allerdings, so stellt Zellhofer (55) klar, gebe es vonseiten des Spielers und des Vereins das Bekenntnis für eine weitere Zusammenarbeit. Auch bei Patrick Seeger (29) hofft er auf eine Einigung. Seitens des Vereins möchte man den Stürmer als Amateurspieler und zugleich Mitarbeiter in der Geschäftsstelle auch für die nächsten Jahre an den Klub binden. Der Spieler selbst denkt gar an eine Trainerausbildung, kann sich aber durchaus auch einen Wechsel vorstellen. Möglicherweise nach Lustenau? Anhören würde sich Seeger jedenfalls ein Angebot. Dass Austria-Spieler auch in Altacher Kreisen diskutiert werden, ist wenig überraschend – zählen Canadi und Zellhofer doch zu Stammgästen bei Lustenauer Heimspielen. Ob Bruno (21), Seifedin Chabbi (22) oder auch Julian Wießmeier (23) wollte Zellhofer jedoch weder kommentieren und schon gar nicht bestätigen. Nur so viel: Er habe Spieler auf dem Radar. Klar ist wohl, dass vor allem für die Offensive Spieler gesucht werden, vornehmlich ablösefrei oder finanzierbar.

Sportlich nicht wirklich zufrieden ist auch Daniel Luxbacher. Der 24-Jährige, dessen Vertrag bis Sommer 2017 läuft, würde sich mehr Einsatzminuten wünschen. Klar, dass er da einen Wechsel nicht ausschließen möchte, zumal er durchaus schon Anfragen auf dem Tisch liegen hat. Auch ein Dominik Hofbauer hatte sich sein erstes von zwei Vertragsjahren in Altach ein wenig anders vorgestellt. Doch auch diesbezüglich will Zellhofer keine Diskussion aufkommen lassen: „Beide Spieler haben einen Vertrag.“

Patrick Salomon (links mit seiner Tochter) hat den Vertrag bis 2018 verlängert. Rechts der verletzte Louis-Clement Ngwat-Mahop.
Patrick Salomon (links mit seiner Tochter) hat den Vertrag bis 2018 verlängert. Rechts der verletzte Louis-Clement Ngwat-Mahop.
Thomas Fröschl (l.)setzte Martin Kobras gleich zweimal fast k. o.
Thomas Fröschl (l.)setzte Martin Kobras gleich zweimal fast k. o.

Eine Saison­bilanz ist nicht in kurze Worte zu fassen.

Georg Zellhofer

Fußball

Frühjahrstabelle

 1. RB Salzburg 16 11 4 1 27:10 37

 2. SK Rapid 16 9 4 3 26:14 31

 3. FK Austria Wien 16 7 3 6 31:19 24

 4. Wolfsberger AC 16 6 6 4 15:12 24

 5. Admira Mödling 16 6 3 7 20:21 21

 6. SV Ried 16 5 5 6 13:19 20

 7. SK Sturm Graz 16 4 7 5 14:16 19

 8. SCR Altach 16 3 6 7 14:20 15

 9. SV Mattersburg 16 3 5 8 14:33 14

10. SV Grödig 16 3 3 10 16:26 12

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