Thiem möchte Federer fordern

Dominic Thiem machte in Runde zwei kurzen Prozess mit Joao Sousa.
Dominic Thiem machte in Runde zwei kurzen Prozess mit Joao Sousa.

Nach Zwei-Satz-Sieg gegen Sousa wartet in Rom die Nummer zwei der Welt.

ROm. Dominic Thiem nähert sich rechtzeitig vor den French Open wieder seiner Bestform. Der 22-Jährige ließ in der zweiten Runde des Masters-1000-Turniers von Rom dem Portugiesen Joao Sousa keine Chance. Nach nur 65 Minuten gewann Thiem mit 6:3, 6:2 und feierte im sechsten Duell mit Sousa den fünften Sieg. Im Achtelfinale heute (12 Uhr/ORF live) wartet nun Superstar Roger Federer.

Zum vierten Mal im Achtelfinale

Der erste Satz gegen den Weltranglisten-30. aus Guimaraes verlief noch etwas turbulent. Thiem musste gleich zu Beginn seinen Aufschlag abgeben, schaffte aber mit zwei Zu-null-Games das Rebreak sowie in der Folge mit einem weiteren Break das 3:1. Zwar musste er im fünften Spiel erneut sein Service abgeben, doch gelang dem Lichtenwörther erneut postwendend das Break. Nach 32 Minuten hatte Thiem Satz eins in der Tasche. Im zweiten Durchgang verlief das Match im Foro Italico bis zum 2:2 ausgeglichen, mit Breaks zum 3:2 und 5:2 stellte Thiem aber schnell die Weichen zum Sieg. Der fünffache Turniersieger nützte gleich den ersten Matchball zum Sieg.

Thiem hat damit im fünften Masters-1000-Turnier des Jahres, der zweithöchsten Turnierkategorie, zum vierten Mal das Achtelfinale erreicht. Nur in Madrid hatte er sich vergangene Woche zum Auftakt Juan Martin del Potro beugen müssen. Über das Achtelfinale bei einem 1000er-Turnier hinausgekommen ist der Schützling von Günter Bresnik erst einmal: 2015 beim Event in Miami, als er im Viertelfinale an Andy Murray gescheitert war.

Soll ihm dieses Kunststück heute gegen Roger Federer zum zweiten Mal gelingen, dann benötigt Thiem einen Tag in Topform. Das bisher einzige Aufeinandertreffen mit dem 17-fachen Major-Sieger hat Thiem 2016 im Halbfinale von Brisbane mit 1:6, 4:6 verloren. Für Federer ist es das zweite Kräftemessen mit einem Spieler der starken jungen Generation in Folge: Am Dienstag rang der Eidgenosse Jungstar Alexander Zverev mit 6:3, 7:5 nieder. „Ich habe erwartet, in zwei Sets zu verlieren“, gestand der Schweizer. Federer spielte mit „kalkuliertem Risiko“ und war nicht hundertprozentig sicher, ob er gegen Thiem antreten wird.

Weit weg von der Form

Federer hat vor einer Woche in Madrid wegen eines angeschlagenen Rückens seinen Start abgesagt. „Ich weiß nicht, wie ich mich morgen fühlen werde. Ich hoffe es, aber schaue von Training zu Training. Es sind derzeit ein bisschen Baby-Schritte, also überhaupt an morgen zu denken, ist eine große Frage“, erklärte der Weltranglisten-Zweite. Federer ist mit wenig Erwartungen nach Rom gekommen. „Ich war sehr vorsichtig. Dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe, ist eine wirklich große Überraschung für mich“, sagte Federer. Er selbst beschrieb sich aktuell „weit von meiner hundertprozentigen Form“ entfernt.

Je öfter man sich mit den Besten misst, desto besser.

Dominic Thiem
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