Sieben Jahre in Folge Meister

Ein kritischer Blick von Adi Hütter, der mit der Leistung seiner Mannschaft beim 2:0-Sieg in Zürich über GC nicht immer zufrieden war.
Ein kritischer Blick von Adi Hütter, der mit der Leistung seiner Mannschaft beim 2:0-Sieg in Zürich über GC nicht immer zufrieden war.

Mit einem 2:1-Heimsieg gegen Sion sicherte sich der FC Basel vorzeitig die Schweizer Meisterschaft.

schwarzach. Der Titelverteidiger der Schweizer „Super League“ gewann daheim vor über 32.000 Zuschauern gegen Sion mit 2:1 und liegt somit fünf Runden vor Schluss mit 16 Punkten Vorsprung auf die Young Boys aus Bern uneinholbar voran. Es ist die siebte Meisterschaft in Folge und der insgesamt 19. Ligatitel der Vereinsgeschichte.

ÖFB-Stürmer und Basel-Goalgetter Marc Janko sah wegen seiner Muskelverletzung von der Tribüne aus wie Matias Delgado (24.) und Birkir Bjarnason (67.) seine Mannschaft zum Meistertitel schossen. Daran konnte auch der späte Anschlusstreffer von Veroljub Salatic (90.+2) nichts ändern.

Erstel Titel für Fischer

Im Sommer 2015 hatte Trainer Urs Fischer den FC Basel übernommen. Der Anfang gestaltete sich schwierig, als er mit seiner Mannschaft in der Champions-League-Qualifikation scheiterte und im Cup gegen Sion ausschied. Doch er führte das Team seelenruhig zur Schweizer Meisterschaft und darf sich somit über seinen ersten Titel als Trainer freuen.

Viele Kritiker meinen, Fischers größte Leistung sei es, den Erfolg der Basler Mannschaft nicht behindert zu haben, und dass mit dem FC Basel jeder Trainer Meister in der Schweiz werden könne. „Die, die so etwas behaupten, frage ich: Weshalb habt ihr euch dann nicht beworben, wenn es so einfach ist?“, kontert der Schweizer Coach seinen Kritikern ganz locker. „Der Meistertitel war von der ersten Sekunde an das Ziel“, meinte der 50-Jährige.

YB und Hütter auf CL-Kurs

Auch bei den Young Boys aus Bern ist man mit Coach Adi Hütter mehr als zufrieden, zumal man sich auf einem Champions-League Qualifikationsplatz befindet. Der Vorarlberger hatte die Mannschaft am siebten Spieltag der aktuellen Saison mit sieben Punkten Rückstand auf den damals zweitplatzierten Grasshopper-Club aus Zürich übernommen und legte von da an eine sensationelle Saisonbilanz auf. Nach 31 Spieltagen steht man mit 14 Punkten Vorsprung
sicher auf Platz zwei. Seit Hütter als YB-Trainer agiert, gab es im Schnitt 2,08 Punkte pro Spiel.

„Die Grasshoppers waren fußballerisch das bessere Team“, gab Adi Hütter nach dem Sieg am Wochenende zu. Zwar hatte seine Mannschaft nicht wie zuletzt mit berauschendem Offensivfußball und Dynamik überzeugt, doch konnte man sich dank Toren von Ravet (42.) und Bertone (44.) gegen die Grass­hoppers trotzdem mit 2:1 durchsetzen. Der ehemalige Trainer von Red Bull Salzburg war froh um die wichtigen Punkte.

Adi Hütter hat derzeit noch bis Juni 2017 einen Vertrag in Bern und sicherlich stehen ihm die Tore zu einer Vertragsverlängerung weit offen. Der 46-Jährige hatte sich das langfristige Ziel gesetzt, die Lücke zum FC Basel zu schließen. Immerhin holte man seit seinem Amtsantritt nur vier Punkte weniger als der Meister.

Die Freude ist Marc Janko ins Gesicht geschrieben: Mit Basel holte der Torjäger den Titel in der Schweiz.
Die Freude ist Marc Janko ins Gesicht geschrieben: Mit Basel holte der Torjäger den Titel in der Schweiz.

Weshalb habt ihr euch nicht beworben, wenn es so einfach ist?

Urs Fischer
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