Rothosen gewinnen Ländle-Klassiker

von walter moosbrugger
Johannes Hirschbühl (Nummer acht) freut sich mit Torschütze Dominik Heidegger, dessen Treffer das Derby in Bregenz entschied.
Johannes Hirschbühl (Nummer acht) freut sich mit Torschütze Dominik Heidegger, dessen Treffer das Derby in Bregenz entschied.

Für SW Bregenz wird Lage im Abstiegskampf nach 0:1-Derbypleite immer prekärer.

Bregenz. Noch sind die Durchhalteparolen im Lager der Schwarz-Weißen nicht verklungen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Dass der Klassenerhalt nach der Derbypleite gegen den nunmehrigen Tabellenzweiten FCD die Sachlage nicht leichter macht, versteht sich von selbst. Dabei waren die Hausherren im Casinostadion bis zum entscheidenden Treffer in der 29. Minute durchaus präsent und ebenbürtig. Zumal Fabio Zizi (19.) und Rifat Sen beim folgenden Eckball sogar den Führungstreffer für die Madlener-Elf vor Augen hatten. Aber das mit dem Toreschießen ist so eine Sache in dieser Seuchensaison für die Bregenzer, der Ball will einfach nicht ins gegnerische Netz. Letztendlich ist es wohl eine Mischung zwischen fehlendem Selbstvertrauen, fehlendem Spielglück und Unvermögen. Wie auch immer, die Rothosen machten es besser und sorgten mit ihrem zweiten gefährlichen Angriff für das 0:1 – Dominik Heidegger beförderte das Leder nach einem Eckball mit dem Hinterkopf ins lange Eck.

Dornbirn macht „Sack nicht zu“

Die Führung spielte dem konterstarken Favoriten, der in Folge bis auf einen abgefälschten Fernschuss von Sidinei de Oliveira (43.) und eine Schusschance von Julian Rupp (44.) kaum Gefährliches zuließ, in die Karten. Lediglich die Chancenauswertung in der zweiten Halbzeit von Yusuf Özüyer und Manuel Honeck war zum Haare­raufen für den Dornbirn-Trainer. Das pfeilschnelle Sturmduo der Rothosen ließ zusammen gut und gerne ein halbes Dutzend Hochkaräter aus. Diese Fahrlässigkeit hätte sich am Ende aus Sicht der Gäste beinahe noch gerächt. Die von Abwehrchef Rifat Sen angetriebenen Hausherren, die mit viel Leidenschaft und Moral gegen die spielerische Dominanz der Messestädter ankämpften, kamen in der Schlussphase prompt noch zur Ausgleichschance. Aber der glücklose Mittelstürmer Vinicius Maciel Gomes brachte den Ball einmal mehr nicht am unterbeschäftigten FCD-Torhüter Dominik Lampert vorbei.

Nach dem Schlusspfiff jubelten die Gäste über Platz zwei und den Derbysieg im „Klassiker“, während bei der enttäuschten Heimelf rund um Kapitän Christoph Fleisch und Co. die Hoffnung auf nur drei statt vier Absteiger sowie noch durchaus mögliche Siege gegen direkte Abstiegskontrahenten bestehen bleibt. Sechs Punkte (bei drei Absteigern) bzw. acht Punkte (bei vier Absteigern, falls Wattens nicht aufsteigt) aufzuholen ist nicht unmöglich, aber alles andere als leicht – das wissen die Verantwortlichen im Lager der Hauptstädter nur zu gut. Aber der Plan B, sprich Wiederabstieg in die Vorarlbergliga, besteht erst im Hinterkopf. Wie erwähnt, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Stimmen

Keine Frage, der Sieg der starken Dornbirner ist verdient, auch wenn am Schluss mit etwas Glück auch noch ein Punkt möglich gewesen wäre. Solange im Abstiegskampf noch rechnerisch alles möglich ist, werden wir kämpfen.

Daniel Madlener,
Trainer SW Bregenz

Ich muss durchatmen. Was wir in der zweiten Hälfte an Chancen ausgelassen haben, war einfach ex­trem. Der Sieg war verdient, auch wenn er knapp ausfiel. Mein Team agierte von Anfang an sehr konzentriert.

Peter Jakubec,
Trainer Mohren FC Dornbirn

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