Vettels Ferrari gab schon wieder auf

Daniel Ricciardo und Red Bull Racing sorgten mit dem Cockpitschutz „Aeroscreen“ für Aufsehen.
Daniel Ricciardo und Red Bull Racing sorgten mit dem Cockpitschutz „Aeroscreen“ für Aufsehen.

Hamilton in Sotschi am ersten Tag der Schnellste, Rosberg wie ein Uhrwerk.

Sotschi. Erneuter Technik-
K.-o. bei Sebastian Vettel, Dreher bei Lewis Hamilton – und einmal mehr ein schneller und fehlerloser Auftritt von Nico Rosberg: Die ersten beiden Trainingseinheiten zum Großen Preis von Russland haben das Bild der noch jungen Formel-1-Saison perfekt widergespiegelt.

Wie ein Uhrwerk pilotierte WM-Spitzenreiter Nico Rosberg seinen Mercedes über den 5,848 km langen Kurs in der Olympiastadt von 2014. Mit seiner klaren Bestzeit im ersten Training (1:38,127 Minuten) und Rang drei in der zweiten Einheit unterstrich der zuletzt sechsmal siegreiche Rosberg eindrucksvoll seine Ambitionen für das Qualifying am Samstag und das Rennen am Sonntag. „Das war ein ordentlicher Start ins Wochenende. Das Auto fühlte sich heute Vormittag auf einer schnellen Runde gut an und auch auf den längeren Runs am Nachmittag“, sagte Rosberg. „Ich freue mich wirklich sehr auf den Rest des Wochenendes.“ Dagegen traten bei den größten Rivalen zum wiederholten Mal Probleme zutage. Vettels Ferrari blieb 60 Minuten vor Ende des Trainings auf der Start-Ziel-Geraden unvermittelt stehen.

Getriebe streikte

„Bei der Elektronik geht nichts mehr“, stammelte der 28-Jährige in den Boxenfunk. Noch Minuten später blickte Vettel in der Ferrari-Garage versteinert auf die Monitore und musste zusehen, wie die Konkurrenten Runde um Runde drehten. „Wir hatten ein Elektronikproblem. Ich bin überzeugt, dass wir das in den Griff kriegen“, erklärte Vettel. Es war aber ein Getriebeschaden, Vettel wird beim Start fünf Plätze zurückversetzt.

Hamilton setzte im zweiten Training in 1:37,583 Minuten zwar die Tagesbestzeit, doch der Weltmeister leistete sich auch zwei Dreher auf dem Kurs, auf dem er die beiden bisherigen Rennen gewann.

Die Blicke zog auch Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo auf sich. Er drehte am Vormittag eine Runde mit dem von Red Bull entworfenen Cockpitschutz „Aeroscreen“ („Windschutzscheibe“), der den Fahrer vor umherfliegenden Teilen schützen soll. „Die Scheibe hat keinen Einfluss auf die Sicht und schützt den Fahrer vor dem Wind. Wir werden alle Daten weitergeben und dann sehen“, sagte Teamchef Christian Horner.

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