Sturm auf die Grazer Festung

von Dominik Omerzell
Wieder fit: Kehrt Martin Kobras in die Stammelf zurück? Foto: gepa
Wieder fit: Kehrt Martin Kobras in die Stammelf zurück? Foto: gepa

Der Cashpoint SCR Altach gastiert in der UPC-Arena. Rückkehr für Martin Kobras.

fussball. Das erste Meisterschaftsviertel in der Bundesliga ist absolviert, gegen jeden Gegner in der Liga hat der Cashpoint SCR Altach nun einmal gespielt. Nach neun Runden liegen die Rheindörfler auf dem komfortablen fünften Platz, die Bilanz könnte ausgeglichener nicht sein. Drei Siegen stehen drei Niederlagen gegenüber, dazwischen liegen drei Remis. Die Mannschaft von Damir Canadi hat unerwartete Punkte geholt, aber auch manchmal leichtsinnig Punkte liegen gelassen. Der SCR Altach kann den besten Bundesliga-Saisonstart der Vereinshistorie präsentieren, ausruhen werden sich Kapitän Philipp Netzer und Co. aber wohl nicht auf dem bisher erreichten, ist doch deutlich zu sehen, dass in dieser Mannschaft noch deutlich mehr Potenzial schlummert. Diese teils noch verborgene Qualität herauszukitzeln, ist nun die Aufgabe von Coach Canadi.

Zurück nach Graz

Bereits gestern reiste die Altacher Mannschaft mit Zwischenstopp und Training in Salzburg in die Steiermark zum heutigen Gegner Sturm Graz. Für viele der Spieler wird es der erste Auftritt in der UPC-Arena sein, Goalie Martin Kobras hingegen kennt das Vereinsgelände von Sturm etwas genauer. Von Juli 2007 bis Juli 2009 stand der Lingenauer bei den Steirern unter Vertrag, kam dabei jedoch nur auf fünf Einsätze in der Bundesliga. In diesen zwei nicht ganz einfachen Jahren hat der 28-Jährige aber Erfahrungen gemacht, die ihn als Spieler reifen haben lassen. „Ich bin damals aus der Regionalliga in die Bundesliga gewechselt, das war eine große Chance für mich, dafür bin ich sehr dankbar. Die Zeit in Graz war sehr schön, ich konnte mich dort gut weiterentwickeln“, erzählt Kobras.

Interimstrainer

Turbulent geht es im Moment in der steirischen Hauptstadt zu. Nach dem sehr kurzfristigen Abgang von Darko Milanic zum englischen Zweitligisten Leeds United standen die Grazer von einem Tag auf den nächsten ohne Coach da. Peter Schöttel zog seine Bewerbung nach einem Gespräch mit dem Sturm-Präsidium wieder zurück. Wunschkandidat Markus Schopp betreut lieber weiter die Amateurmannschaft der Steirer, darum übernahm nun Günther Neukirchner interimistisch für die nächsten Spiele. Die Grazer siegten zwei Mal in den letzten drei Partien, am siebten Spieltag bezwangen Michael Madl und Co. in der Red Bull Arena sogar den angeschlagenen Meister Salzburg. Selbstvertrauen konnten die Steirer also schon ausgiebig tanken.

Eine schwere Aufgabe wartet auf die Rheindörfler, Kobras ist aber dennoch sehr positiv eingestellt: „Sturm ist jetzt sicher stärker als noch zu Beginn der Meisterschaft. Gerade in der Offensive sind sie brandgefährlich. Der Trainerwechsel kann positiv oder negativ für die Mannschaft sein, das kann man nicht voraussagen. Sie werden uns sicher mit allem bekämpfen, was sie haben. Aber wenn wir unsere Leistung bringen, ist auch in diesem Spiel alles für uns möglich.“

Mit einem Punkt Rückstand auf Altach liegt Sturm direkt hinter der Ländle-Truppe auf dem sechsten Platz. Die Rheindörfler könnten sich also mit einem Sieg in der UPC-Arena von einem weiteren Konkurrenten im Mittelfeld der Tabelle distanzieren und dem internen Ziel, die Meisterschaft mindestens auf dem sechsten Platz zu beenden, weiter nähern.

Sturm ist jetzt sicher stärker als noch zu Beginn der Meisterschaft.

Martin kobras
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