Der Cup bedeutet McIlroy alles

Als Einzelkämpfer ist er das Maß der Dinge, der Mannschaftserfolg geht aber über alles.

golf. Rory McIlroy konnte es einfach nicht lassen. Mindestens eine Woche, so seine Ankündigung nach dem Finalturnier des FedEx-Cups, würde er keinen Golfschläger anfassen. Dann aber packte ihn nach gerade einmal fünf Tagen Pause doch wieder der Ehrgeiz, im schottischen Gleneagles drosch er die Bälle wie am Fließband von der Driving Range. Mit welchem Partner er die Vierer spielt, gilt als eine der spannendsten Fragen vor dem Kontinentalvergleich. „Ich habe eine Idee“, deutete Kapitän Paul McGinley lediglich an

„Ich bin mir bewusst, dass ich beim Ryder Cup eine Führungsrolle einnehmen werde. Das ist eine große Verantwortung für mich“, sagte der Weltranglistenerste, auf dem ab morgen bei der 40. Austragung des prestigeträchtigen Vergleichs mit den Amerikanern die Hoffnungen des Titelverteidigers Europa ruhen. „Mit dem europäischen Team den Ryder Cup zu gewinnen, wäre wirklich das Sahnehäubchen auf ein schon jetzt fantastisches Jahr.“

Mit viel Leidenschaft dabei

McIlroy lebt wie vielleicht kein anderer seine Passion für den Golfsport. Er trainiert wie ein Verrückter, leistet sich kaum Eskapaden und feilt auch in Topform weiter an seinem Spiel – auch die Verantwortung gegenüber den elf Teammitgliedern verlangt dies. „Es ist großartig, ein Teil der Mannschaft zu sein. Alle sind voller Leidenschaft dabei, die Stimmung ist noch besser als bei Major-Turnieren“, sagt McIlroy. Und er muss es ja wissen.

Der 25-Jährige aus dem nordirischen Holywood hat bereits viermal bei den Majors triumphiert, allein zweimal in diesem Jahr. Er gewann die British Open und die PGA Championship, dazu zwei weitere Turniere in den vergangenen fünf Monaten. Dass er auch auf der Zielgeraden einer langen Saison mit gutem Beispiel vorangehen will, unterstrich die jüngste Trainingseinheit am vergangenen Sonntag. Deutschlands Golfstar Martin Kaymer beispielsweise war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht angereist.

Es kommt also nicht von ungefähr, dass der Lockenkopf derzeit in der Golfszene das Maß aller Dinge ist. Dank seiner Turniererfolge und dem lukrativen Vertrag mit einem amerikanischen Sportartikelhersteller hat McIlroy finanziell

längst ausgesorgt. „Ich spiele nicht mehr wegen des Geldes“, sagte er und betont: „Ich schätze das Geld mehr, weil ich aus ärmlichen Verhältnissen komme. Damit kann man etwas Gutes tun.“

Teilen, anderen eine Freude bereiten – angesichts dieser Worte erscheint es wenig erstaunlich, dass in der Einzelsportart Golf ausgerechnet für den besten Individualisten immer noch der Mannschaftserfolg an höchster Stelle steht. Ein weiterer Triumph beim Ryder Cup, sagte McIlroy nämlich unlängst, „würde mir noch viel mehr bedeuten“.

Der Respekt ist groß

Und auch deshalb ist der Respekt seiner Teamkollegen, die unter dem Jahr laut McIlroy vielmehr Freunde als Rivalen sind, enorm. Graeme McDowell, im Ryder Cup häufig Spielpartner von „Roars“, fasste die Wertschätzung in deutliche Worte: „Die Leute würden vor der Tür Schlange stehen, um mit ihm spielen zu dürfen. Ich selbstverständlich auch.“

Ich spiele nicht mehr wegen des Geldes.

rory mcilroy
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Per E-Mail teilen
Entdecken Sie die VN in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.