Für Brändle zählt jedes Watt

von Angelika Kaufmann-Pauger
Matthias Brändle peilt bei der Rad-WM im Zeitfahren einen Top-15-Rang an. Foto: gepa
Matthias Brändle peilt bei der Rad-WM im Zeitfahren einen Top-15-Rang an. Foto: gepa

Der Hohenemser startet heute bei der Rad-WM in Spanien im Zeitfahren.

rad. Zum zweiten Mal nach 2013 steht Matthias Brändle bei der UCI-Weltmeisterschaft in der Eliteklasse am Start. Der 24-jährige Hohen­emser bestreitet ab 15:04 Uhr das 47,1 Kilometer lange Einzelzeitfahren im spanischen Ponferrada. Mit Startnummer 48 fährt er von der Startrampe, nur 16 Fahrer gehen nach dem Vorarlberger ins Rennen.

Vorbereitung nach Plan

Die Strecke weist etwa 300 Höhenmeter auf, wobei die ersten 30 Kilometer flach verlaufen. Der restliche Teil ist weitgehend identisch mit dem Rundkurs des Straßenrennens am Sonntag und mit zwei Anstiegen gespickt. „Es gibt zwei kurze Rhythmusbrecher. Wenn es perfekt läuft, ist ein Top-15-Rang möglich“, blickt der Profi beim Westschweizer IAM Cycling Team voraus. Dass seine Form stimmt, hat Brändle mit seinen zwei Etappensiegen kürzlich bei der Tour of Britain bewiesen. Im 8,8 Kilometer langen Zeitfahren verzeichnete er zudem Rang fünf, er lag nur 15 Sekunden hinter Olympiasieger Sir Bradley Wiggins. „Meine Vorbereitung ist nach Plan verlaufen und ich freue mich, mit dem österreichischen Nationalteam unterwegs zu sein.“

„Klarer Favorit auf den Titel ist der Deutsche Tony Martin, die Top-Fünf-Ränge sind meiner Meinung nach vergeben. Aber bis zum 15. Rang ist alles offen“, sagt der amtierende Staatsmeister im Einzelzeitfahren. Im Vorjahr erreichte Brändle bei der WM in Florenz im Kampf gegen die Uhr Rang 37. In dieser Saison verbuchte der Auslandsprofi sechs Top-Ten-Ränge bei einem Prolog oder Zeitfahren.

Tagesverfassung entscheidet

Im Vorfeld absolvierte der Vorarlberger mit seinem IAM-Team Windkanaltests in Frankreich. „Spezialist Lars Teutenberg hat uns perfekt für die WM eingestellt“, beschreibt er das Resultat.

Neben Brändle geht im 68.000 Einwohner zählenden Ort im Nordwesten der Region Kastilien-Léon auch der amtierende Straßenmeister Riccardo Zoidl (Trek Factory Racing) – um 14.40 Uhr als 36. – im Einzelzeitfahren für Österreich an den Start. Der Oberösterreicher fuhr vor zwei Jahren auf Rang 14. Beide rot-weiß-roten Teilnehmer haben sich speziell auf den Kampf gegen die Uhr vorbereitet. „Ich habe viele Kilometer auf der Zeitfahrmaschine absolviert, um mich an die Radposition zu gewöhnen, aber die Tagesverfassung wird entscheiden. Es heißt volle Konzentration auf jedem Meter, denn es zählt jedes Watt“, weiß Brändle.

Die Top-Fünf sind vergeben. Aber bis zum 15. Rang ist alles offen.

matthias Brändle
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