Brasilien und das verflixte Viertelfinale bei der WM

Strategie-Besprechung: Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari (Mitte) beim Training. Foto: reuters
Strategie-Besprechung: Brasiliens Coach Luiz Felipe Scolari (Mitte) beim Training. Foto: reuters

Nach Viertelfinal-Aus 2006 und 2010 will der Gastgeber mit Sieg über Kolumbien ins Halbfinale.

Fußball. Der Rekord-Weltmeister will sich gegen Kolumbien endlich vom Erfolgsdruck befreien. Der Rivale spiele einen ähnlichen Fußball wie Brasilien, sagt Chefcoach Scolari und schickt schon mal eine Kampfansage an den möglichen Endspielgegner Argentinien. Schluss mit dem Zitterspiel! Brasilien will gegen Kolumbien endlich beweisen, dass der Traum von der Hexacampeão mehr ist als ein Luftschloss. Das dritte Viertelfinal-Aus nach 2006 und 2010 wäre ein böses Erwachen für den favorisierten, bisher jedoch selten überzeugenden WM-Gastgeber – und für das 200-Millionen-Volk hinter der Seleção. Stürmerstar Neymar geht voller Überzeugung und mit bemerkenswerter Lockerheit voran. „Wir sollten so spielen, wie man gegen einen Freund im Hinterhof kickt“, sagte der 22-Jährige vor der Abreise nach Fortaleza. „Wir haben keinerlei emotionale Probleme. Es geht uns allen gut.“ Genau das betonte auch Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari.

Heiteres Spiel gegen Kolumbien

Vor vier Jahren scheiterte Brasilien – noch unter Chefcoach Carlos Dunga – an den Niederlanden, vor acht Jahren unter Carlos Alberto Parreira an Frankreich. „Wir sprechen nicht über die Vergangenheit, wir leben in der Gegenwart, das sind wunderbare Momente für jeden von uns“, betonte Mittelfeldspieler Fernandinho vor dem K.o.-Spiel. „Die nächste Begegnung ist die wichtigste in unserem Leben, und wir werden alles dafür tun, damit wir gewinnen.“

„Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass wir die Weltmeisterschaft in Brasilien gewinnen“, hatte Scolari vor dem Endrundenturnier gesagt. Auf dem Weg zum angestrebten Endspiel am 13. Juli im legendären Maracanã von Rio de Janeiro steht seiner Mannschaft aber nicht nur das Überraschungsteam aus Kolumbien im Weg, sondern bei einem Erfolg im Halbfinale auch noch Deutschland. „Mit Kolumbien gibt es keinen Krieg. Unsere Kriege sind gegen Chile, Uruguay, Argentinien. Unsere Spiele gegen Kolumbien sind heitere Spiele, mit Kraft und Energie ausgetragen. Aber da gibt es nicht diese Rivalität“, sagte Scolari bei der Abschlusspressekonferenz.

Fußball

Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien

Viertelfinale http://www.vol.at/specials/fussball-wm

Frankreich – Deutschland 0:1 (0:1)

Rio de Janeiro, Maracana, 72.000 Zuschauer, SR Pitana (ARG)

Tor: 13. 0:1 Hummels

Frankreich: Lloris, Debuchy, Varane, Sakho (71. Koscielny), Evra; Pogba, Cabaye (73. Remy), Matuidi; Valbuena (85. Giroud), Benzema, Griezmann

Deutschland: Neuer; Lahm, Boateng, Hummels, Höwedes; Schweinsteiger, Khedira; Müller, Kroos (92. Kramer), Özil (84. Götze); Klose (69. Schürrle)

Brasilien – Kolumbien Nachtspiel

Fortaleza, Estadio Castelao, 22 Uhr, SR Velasco (ESP)

Argentinien – Belgien heute

Brasilia, Estadio Nacional, 18 Uhr, Rizzoli (ITA)

Niederlande – Costa Rica heute

Salvador, Arena Fonta Nova, 22 Uhr, SR Irmatow (UZB)

Halbfinale

Brasilien/Kolumbien – Deutschland Dienstag, 8. Juli

Belo Horizonte, Estadio Mineirao, 22 Uhr

Argentinien/Belgien – Niederl./Costa Rica Mittwoch, 9. Juli

São Paulo, Estadio de São Paulo, 22 Uhr

Spiel um Platz drei Samstag, 12 Juli

Brasilia, Estadio Nacional, 22 Uhr

Finale Sonntag, 13. Juli

Rio de Janeiro, Maracana, 21 Uhr

Ihre WM-TV-Sender: ORFeins, ZDF, ARD und SF2 übertragen alle Spiele live.

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