Puelacher und Kuttin übernehmen

Heinz Kuttin Foto: gepa
Heinz Kuttin Foto: gepa

Der Österreichische Skiverband besetzt die Chefposten alpin und Skispringen neu.

ski. Andreas Puelacher ist der Nachfolger von Mathias Berthold als sportlicher Leiter der alpinen ÖSV-Ski-Herren. Erste Aufgabe des 49-Jährigen ist die Formierung eines Trainerteams, gilt es an seiner Stelle doch einen Chef der Gruppe Riesentorlauf/Kombi und einen für das Speed-Team zu finden. „Namen habe ich im Kopf, aber überstürzen werde ich nichts“, sagte Puelacher der Austria Presse Agentur.

Puelacher war ein viertel Jahrhundert lang Trainer, er war neben Österreich auch in der Schweiz und in Liechtenstein tätig. Die Freude auf die neue Herausforderung ist für den bisherigen Trainer von Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer, Streif-Gewinner Hannes Reichelt, Routinier Benjamin Raich und Co. groß. „Ich sehe es als schöne, neue Herausforderung. Ich war jetzt 25 Jahre Trainer, habe viel Erfahrung in der Arbeit mit Athleten und Athletinnen gesammelt. Jetzt gehe ich einen Schritt weiter“, meinte der Tiroler.

Koordinator zur Unterstützung

Puelacher plant, die einzelnen Weltcup-Trainingsgruppen umzubenennen, weil die aktuellen Bezeichnungen immer wieder zu Missverständnissen führen würden. So heißt die von ihm zuletzt vier Jahre lang geleitete „Riesentorlauf und Kombination“. Ihr gehören mit Mayer und Reichelt aber zwei Athleten an, die Abfahrten

gewonnen

haben. Berthold hatte als einen Grund für seinen Abgang vom ÖSV den hohen Arbeitsaufwand

genannt. Puelacher hat sich, wie er es nannte, „das Leben ein bisschen leichter gemacht“. Er verankerte in seinem Konzept die Installation eines Koordinators. „Der soll mich unterstützen und mir die Arbeit vom Europacup runter bis in die Landesverbände etwas abnehmen.“

Der Cheftrainerposten der Skispringer im ÖSV ist nach zehn Jahren neu besetzt worden. Der Vertrag von Erfolgscoach Alexander Pointner wurde vom Österreichischen Skiverband nicht verlängert, Heinz Kuttin wurde zum Nachfolger bestellt. Ernst Vettori wird weiterhin für die Sparten Skispringen und Nordische Kombination zuständig sein, die sportliche Leitung wird künftig von den Trainern übernommen.

Der Kärntner blickt auf eine erfolgreiche Springerkarriere zurück (zweifacher Weltmeister 1991, drei Olympia-Medaillen), gleich nach seinem Rücktritt 1995 wechselte er in die Trainerlaufbahn. Der Familienvater war in Deutschland und als Cheftrainer in Polen (u.a. mit Adam Malysz) tätig, ehe er 2009 nach Österreich zurückkehrte. Kuttin ist der Vertrauenscoach von Thomas Morgenstern, der erst über eine Fortsetzung seiner Karriere entscheiden wird, und war zuletzt als Trainer des Stützpunktes Kärnten in Villach engagiert. „Ich freue mich voll, dass ich vom ÖSV das Vertrauen bekommen habe“, erklärte Kuttin. Er hatte nach der Saisonanalyse erste Gespräche geführt („Wenn neue Wege gewünscht werden, bin ich zur Stelle“), nach Ostern will er in Gesprächen mit Trainern und Athleten einen gemeinsamen Weg erarbeiten.

Hohe Ziele

Der 43-jährige („Ich habe vom Kindertraining bis zum Cheftrainer Polens alles gemacht“) setzt sich hohe Ziele, wohl wissend wie groß die Fußstapfen seines Vorgängers sind. „Hut ab vor Alex Pointner, ich weiß, was er geleistet hat.“

Pointner muss sich nach zehn erfolgreichen Jahren vom ÖSV verabschieden. Die Auffassungsunterschiede in den jüngsten Gesprächen mit dem ÖSV seien zu groß gewesen, teilte der Coach in einem E-Mail mit. Unter Pointner hatten die ÖSV-Skispringer drei Mal Olympia-Gold, zehn WM-Titel und vier Weltcup-Gesamtsiege geholt.

Andreas Puelacher. Foto: gepa
Andreas Puelacher. Foto: gepa
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