Für Altach gab’s im Cup nur „Saures“

von Christian Adam
Die spielentscheidende Szene: Muhammed Ildiz (Nummer 20) erzielte das 3:2 für Rapid. Foto: gepa
Die spielentscheidende Szene: Muhammed Ildiz (Nummer 20) erzielte das 3:2 für Rapid. Foto: gepa

Trotz 2:1-Pausenführung unterlag man im Hanappistadion in der Verlängerung 2:4.

Fussball. Nach den Enttäuschungen in der Meisterschaft ist Cashpoint SCR Altach nun auch im ÖFB-Cup ausgeschieden. Daran sollte auch eine 2:1-Pausenführung nichts ändern. Denn am Ende musste man sich nach einer 120-minütigen Abwehrschlacht dem SK Rapid 2:4 geschlagen geben.

Es war eine ganz spezielle Halloween-Nacht, die die Altacher in Hütteldorf erlebten. Sie begann gruselig, denn nach einem unnötigen Rückpass von Philipp Netzer fiel nach der ersten Ecke der Partie schon das 0:1 aus heimischer Sicht. Mario Sonnleitner profitierte dabei von der Unordnung in der Alt­acher Abwehrzentrale (5.). Für kurze Zeit wankten die Vorarlberger, doch der stark ersatzgeschwächte Rekordmeister vergaß nachzusetzen. Und die Vorarlberger wurden sicherer in ihren Aktionen, ohne dabei aber Torgefahr auszustrahlen. Ein Pass sollte dies ändern. Benedikt Zech tauchte plötzlich allein vor Jan Novota auf, und der Rapid-Goalie konnte sich nur mit einem Foul behelfen (36.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Hannes Aigner sicher. Nur wenige Minuten nach dem Ausgleichstreffer sorgte Kapitän Netzer kurz vor der Halbzeit nach einer Lienhart-Ecke per Kopf sogar für den Führungstreffer der Altacher (42.). Fünf Minuten zeigten die Rheindörfler jene Effizienz vor dem Tor, die sie zuletzt in der Meisterschaft hatten vermissen lassen.

Entlastungsangriffe fehlten

Die Pausenführung aber weckte nur den Ehrgeiz des Bundesligisten. Und so rückte Torhüter Martin Kobras immer mehr in den Mittelpunkt. Mit einem Reflex war er bei einem Fersler von Terrence Boyd (59.) zur Stelle, in weiterer Folge bändigte der 26-Jährige einen Schuss von Guido Burgstaller (69.) und mithilfe seiner Vorderleute auch einen Kopfball von Boyd (72.). Der Dauerdruck der Wiener aber hielt an, Altacher Entlastungsmomente gab es keine, auch von der Bank gab es keine Zeichen. Der Ausgleich durch US-Boy Boyd (73.) war nur die Folge der Überlegenheit von Rapid.

Kobras mit „Selbstfaller“

Und die Nacht endete gruselig. Zwar rettete sich Altach noch über die Zeit, doch dann war „Saures“ angesagt. Ein „Selbstfaller“ von Goalie Kobras ebnete Rapid den Einzug ins Cup-Viertelfinale. Weil er nach Ansicht von SR Thomas Prammer den Ball zu lange in den Händen hielt, pfiff dieser – ohne Vorwarnung – indirekten Freistoß an der Strafraumgrenze. Die Gastgeber nahmen das Geschenk gerne an: Einmal kurz aufgespielt und Mittelfeldmann Muhammed Ildiz schlenzte das Leder ins lange Eck (104.). Mit diesem Tor war der Widerstand gebrochen und Altachs Cup-Aus besiegelt.

Fußball, ÖFB Samsung Cup

Die Achtelfinal-Begegnungen

SK Rapid Wien – Cashpoint SCR Altach 4:2 n. V./2:2 (1:2)

Gerhard-Hanappi-Stadion, 3300 Zuschauer, SR Prammer (OÖ)

Torfolge: 5. 1:0 Sonnleitner, 37. 1:1 Aigner (Foulelfmeter), 42. 1:2 Netzer (Kopfball), 73. 2:2 Boyd, 104. 3:2 Ildiz, 114. 4:2 Prager

Gelbe Karten: 30. Schöpf (Altach/SR-Kritik), 56. Aigner, 64. Harun Erbek (beide Altach), 74. Schimpelsberger (Rapid/alle Foulspiel)

SK Rapid Wien: Novota/3; Schimpelsberger/3 (91. Prager/3), Sonnleitner/3, Gerson/3, Schrammel/3; Trimmel/3, Kulovits/3, Ildiz/3, Guido Burgstaller/2 (116. Pichler/0); Prokopic/4 (46. Grozurek/3); Boyd/2

Cashpoint SCR Altach(4-1-4-1): Kobras/2; Zech/3, Schösswendter/3, Sulu/3; Harun Erbek/3; Netzer/3; Erhart/3 (107. Dorta/0), Lienhart/3 (107. Prskalo/0), Schöpf/3, Scherrer/4 (84. Ngwat-Mahop/3); Aigner/2

Villacher SV – FK Austria Wien 0:4 (0:1)

Stadion Villach-Lind, 2000 Zuschauer, SR Eisner (St)

Torfolge: 34. 0:1 T. Pirker (Eigentor), 68. 0:2 Hosiner, 74. 0:3 Kienast, 85. 0:4 Jun

SC Copacabana Kalsdorf – FC RB Salzburg 1:3 (1:1)

Sportzentrum Kalsdorf, 2100 Zuschauer, SR Hameter (NÖ)

Torfolge: 37. 0:1 Mane, 43. 1:1 Gründler, 81. 1:2 Mane, 92. 1:3 Mane

Gelb-Rote Karte: 93. Dorn (Kalsdorf/wiederholtes Foulspiel)

Am Dienstag spielten:

FC Lustenau 1907 – Wolfsberger AC 1:2 (0:1)

Reichshofstadion, 500 Zuschauer, SR Heiss (T)

Torfolge: 28. 0:1 Kerhe, 42. 0:2 Zakany, 89.1:2 Vucur

SK Sturm Graz – FC Wacker Innsbruck 1:2 (1:0)

UPC-Arena, 3217 Zuschauer, SR Krassnitzer (K)

Torfolge: 25. 1:0 Klem, 59. 1:1 Perstaller, 83. 1:2 Roman Wallner

Bei Sturm saß Matthias Koch auf der Ersatzbank.

LASK Linz – SV Mattersburg 7:6 i. E./2:2 n. V. (2:2, 0:2)

Schwanenstadt, Stadion „Vor der Au“, 700 Zuschauer, SR Kollegger (St)

Torfolge: 33. 0:1 Bürger, 42. 0:2 Malic, 75. 1:2 Silvio, 77. 2:2 Vujanovic

Gelb-Rote Karte: 64. Gartner (Mattersburg/wiederholtes Foulspiel)

Rote Karte: 38. Henrique (LASK/Tätlichkeit)

FC Pasching – SK Austria Klagenfurt 2:1 (1:0)

Waldstadion, 400 Zuschauer, SR Jäger (S)

Torfolge: 10. 1:0 Kovacec, 68. 2:0 Casanova, 70. 2:1 Dollinger (Foulelfmeter)

SC Wiener Viktoria – SV Ried 0:1 (0:1)

Dornbach, Sportklub-Platz, 700 Zuschauer, SR Dintar (B)

Tor: 44. 0:1 Mario Reiter

Legende: Die Auslosung des Viertelfinals erfolgt im Rahmen von „Sport am Sonntag“ am 4. November (ORF eins, live ab 18 Uhr).

Die weiteren Termine

Viertelfinale: 16./17. April 2013

Halbfinale: 7./8. Mai 2013

Endspiel: 30. Mai 2013

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