Roth als „Tu felix Austria“

von Dietmar Hofer
Eine artistische Flugeinlage von Austrias Mittelfeldspieler Jürgen Kampel. Leider gab es nur gute Haltungsnoten, aber keinen Treffer. Fotos: Stiplovsek/3
Eine artistische Flugeinlage von Austrias Mittelfeldspieler Jürgen Kampel. Leider gab es nur gute Haltungsnoten, aber keinen Treffer. Fotos: Stiplovsek/3

Austria Lustenau marschiert nach klarem 4:1-Erfolg weiter Richtung Bundesliga.

Fussball. Wie sagen doch die Lateiner: Tu felix Austria! Die Lustenauer hatten gestern beim 4:1-Sieg tatsächlich ihren Felix (Roth), der mit seinen zwei Treffern eine Hauptrolle im Spiel gegen den niederösterreichischen Aufsteiger einnahm. Die Mannschaft marschiert damit weiter schnurstracks in Richtung Bundesliga. Glücklich – was felix auf Deutsch bedeutet – durfte Roth auch darüber sein, dass sein Kopfball in der 10. Minute vom Lattenkreuz auf den Rücken des starken Gäste-Keepers Stankovic und von dort ins Tor sprang. Dem 24-Jährigen war aber nicht nur der Anfang, sondern auch das Ende vorbehalten. Mit einem Schuss aus spitzem Winkel setzte der Deutsche in der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Spektakuläres Assist

Dazwischen war das Heimteam zwar klar tonangebend, wurde jedoch von den Hornern mehrfach geprüft. Die größten Möglichkeiten der Gäste vergaben dabei Mineiro (12.) und Wojtanowicz (32.) die das Tor jeweils nur knapp verfehlten. Zudem forderten die Gäste nach Foul von Patocka an Toth (77.) wohl zu Recht, aber dafür vergebens einen Elfmeter. Das soll jedoch den Erfolg der Austrianer auch in dieser Höhe nicht schmälern. Im Gegenteil: Der souveräne Tabellenführer bewies wieder einmal, dass er sich auch in strittigen Situationen nicht aus der Ruhe bringen lässt, und zog auch nach dem Anschlusstreffer des Ex-Austrianers Djordjevic (72.) sein „Ding“ durch.

Dass der Gegner schließlich voll auf die Hörner genommen wurde, lag daran, dass die Lustenauer in den letzten 20 Minuten noch einmal Gas gaben. Für viel Schwung hatten dabei die eingewechselten Zwischenbrugger und Salomon gesorgt. Und Boller glänzte mit zwei Vorlagen wieder einmal als Vorbereiter. Besonders spektakulär war dabei sein Assist zum 2:0. Nachdem der Deutsche zwei Gegenspieler austänzelte, spielte er den Ball zu Thiago weiter, der unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf. Tu felix Austria.

Fußball – ,,Heute für Morgen“ Erste Liga

SC Austria Lustenau – SV Horn 4:1 (2:0)

Reichshofstadion, 5200 Zuschauer, SR Feichtinger (OÖ)

Torfolge: 11. 1:0 Stankovic (Eigentor), 45. 2:0 Thiago, 72. 2:1 Djordjevic, 87.3:1 Salomon/Foulelfmeter, 94. 4:1 Roth

Gelbe Karten: 29. Friess, 61. Wojtanowicz (beide Horn/jeweils Foul), 65. Wunderbaldinger (Horn), Roth (Austria/beide Unsportlichkeit), 86. Stangel (Horn), 90. Kampel (Austria/jeweils Foulspiel)

SC Austria Lustenau (4-2-3-1): Kofler/4; Dunst/3, Stückler/3, Patocka/3, Soares/2; Dürr/3, Kampel/3; Boller/1 (82. Miesenböck/0), Roth/2, Krajic/3 (62. Zwischenbrugger/0); Thiago/2 (75. Salomon/0)

SV Horn (4-4-2): Stankovic/1; Pantic/3, Djordjevic/3, Friess/4, Stangl/4; Diljic/3, Toth/2, Milosevic/3, Wunderbaldinger/3 (82. Jelenko/0); Mineiro/3, Wojtanowicz/4

Stimmen

Helgi Kolvidsson,

Trainer SC Austria Lustenau

Wir haben das Spiel klar dominiert und auch ein eindeutiges Chancenplus herausgespielt. Ich hatte auch nie Zweifel daran, dass wir das Spiel gewinnen. Bei der Attacke von Patocka hätte man Elfer geben können, aber letztlich waren wir das bessere Team.

Michael Streiter,

Trainer SV horn

Die Partie hat eindeutig aufgezeigt, dass die Austria einen Lauf hat. Am meisten ärgern mich die Schiedsrichter, die uns offenbar noch nicht in der Liga akzeptiert haben. Uns wurde wieder ein klarer Elfmeter vorenthalten.

Sascha Boller,

Spieler SC Austria Lustenau

Wichtig ist, dass wir die Punkte holen, und nicht, wer die Tore schießt. Die Vorlage zum 2:0 war von mir so gewollt. Das Fußballspielen macht so richtig Spaß.

Fußball – ,,Heute für Morgen“ Erste Liga

SC Austria Lustenau – SV Horn 4:1 (2:0)

TSV Hartberg – FC Lustenau 1907 1:2 (1:1)

FC BW Linz – Kapfenberger SV 1919 0:3 (0:1)

SV Grödig – First Vienna FC 1894 2:0 (0:0)

SKN St. Pölten – Cashpoint SCR Altach 3:2 (1:1)

 1. SC Austria Lustenau 13 10 3 0 35: 8 + 27 33

 2. SV Grödig 13 8 3 2 22: 8 + 14 27

 3. SKN St. Pölten 13 8 2 3 30:19 + 11 26

 4. FC Lustenau 1907 13 5 3 5 18:17 +  1 18

 5. SV Horn 13 5 2 6 18:24 -  6 17

 6. Cashpoint SCR Altach 13 5 1 7 22:20 +  2 16

 7. Kapfenberger SV 1919 13 2 7 4 14:22 -  8 13

 8. TSV Hartberg 13 3 3 7 12:21 -  9 12

 8. First Vienna FC 1894 13 3 2 8 14:30 - 16 11

10. FC BW Linz 13 1 4 8 12:28 - 16 7

14. Spieltag (26. Oktober): Cashpoint SCR Altach – FC BW Linz, SV Grödig – SC Austria Lusten-au, Kapfenberger SV 1919 – TSV Hartberg, SV Horn – SKN St. Pölten (alle Freitag, 18.30 Uhr), FC Lustenau 1907 – First Vienna FC 1894 (Freitag, 20.30 Uhr)

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