„Sicher nicht immer schön, dafür aber sehr effektiv“

von Christian Adam
Daniel Dunst ist auch wegen seiner weiten Einwürfe gefürchtet. Steurer
Daniel Dunst ist auch wegen seiner weiten Einwürfe gefürchtet. Steurer

Gegen Horn will die Austria heute (18.30 Uhr) laut Daniel Dunst beide Merkmale zeigen.

Fussball. Wenn mit dem Heimspiel gegen Horn der Herbst-Endspurt in der Erste Liga mit sieben Runden beginnt, dann stellt sich die Austria auf heiße Duelle ein. „Ich denke, dass Horn sehr, sehr kämpferisch auftreten wird“, ist auch Lustenaus Verteidiger Daniel Dunst für den „Ernstfall“ gewappnet. Dass man nach zwölf Runden ohne Niederlage ausgerechnet im 13. Spiel stolpern sollte, kann sich der 28-Jährige dennoch nicht vorstellen. Zumal er in keinster Weise abergläubisch ist und außerdem auf die Stärken der Mannschaft vertraut. Vor allem die Kompaktheit streicht der Außenverteidiger im VN-Gespräch immer wieder heraus. „Es ist ja ganz sicher nicht immer schön, was wir spielen, aber ganz gewiss effektiv.“ Doch auch Dunst weiß: Wenn das schnelle Passspiel und die Aktionen über die Flügel bei der Austria funktionieren, dann ist das Spiel der Grün-Weißen nicht nur effektiv, sondern auch für die Fans sehr attraktiv. Der Weg zum Titel aber führt nicht nur für ihn über das kompakte Spielsystem und den Zusammenhalt innerhalb des Teams. „Jeder Spieler hat das Ziel, einmal in der Bundesliga zu spielen. Wir haben dieses Ziel als Mannschaft.“

Dunst weiß, wovon er spricht, wenn er das Wort Bundesliga in den Mund nimmt. Immerhin hat er in Österreich mit Wr. Neustadt 29 Mal in der höchsten Liga gespielt. Und nach seinem missglückten Transfer zu 1860 München ist er in der Schweiz beim FC St. Gallen gelandet. „Leider sind wir dann aus der Super League abgestiegen“, trauert er etwas der Schweizer Liga hinterher. „Es ist schon was Spezielles, in Basel vor 30.000 Fans zu spielen. Überhaupt sind die Stadien in der Schweiz absolut top.“ Sein Vertrag in der Ostschweiz aber galt nur für die Super League. Das bedeutete für ihn wieder eine Zeit der Ungewissheit. „Natürlich grübelt man, wenn man vereinslos ist. Es war eine harte Zeit, in der man auf sich allein gestellt ist. Ich durfte zwar bei meinem Stammverein Pfaffstätten mittrainieren, aber die Spielpraxis fehlt natürlich.“

Und so war Dunst „richtig froh“, als ihn dann Austria-Präsident Hubert Nagel kontaktierte. Zumal er den Verein bestens kennt, spielte er doch unter Trainer Hansi Kleer schon einmal für Grün-Weiß (2007/08). „Mich wieder einzuleben war leicht. Mit Stückler, Kampel, Thiago und Dürr habe ich ja einige Spieler schon gekannt.“ Dunst jedenfalls fühlt sich wohl – vor allem dann, wenn heute Horn besiegt und die Bundesliga einen Schritt näher rückt.

Jeder Fußballer will einmal in seiner Karriere im Ausland spielen.

Daniel Dunst

Zur Person

Daniel Dunst

Sein Vertrag bei der Lustenauer Austria läuft im Juni 2013 aus.

Geboren: 12. April 1984 in Baden

Position: Abwehr (Außenverteidiger)

Fuß: rechts

Größe/Gewicht: 181 cm/78 kg

Marktwert: 250.000 Euro

BL-Debüt: 27. November 2004 beim 0:4 der Admira gegen Wacker Innsbruck

BL-Spiele/-Tore: 29/1

EL-Spiele/-Tore: 78/0

Super-League-Spiele/-Tore: 11/0

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