Mein Genesungs-Protokoll. Matthias Hopfer (23)

Das Wandern ist des Hopfers Lust . . .

Die vielen Wanderwege rund um Bildstein kennen Matthias Hopfer . . .
Die vielen Wanderwege rund um Bildstein kennen Matthias Hopfer . . .

Die VN begleiten FCL-Spieler Matthias Hopfer in der Zeit vom Kreuzbandriss bis zum Comeback-Spiel.

Fussball. Es war am 7. Juli, als sich Matthias Hopfer, der im Sommer von Altach zum FC Lustenau gewechselt war, in einem Testspiel das Kreuzband im rechten Knie gerissen hatte. Exklusiv für die VN berichtet der 23-jährige Steirer in unregelmäßigen Abständen über seinen Genesungszustand und seinen Kampf für ein möglichst frühes Comeback.

Die Natur genießen

Es geht voran. Die Zeit, in der ich hauptsächlich damit beschäftigt war, meinen Fuß an- bzw. abzuwinkeln ist vorbei. Vorbei die Tage, als das Strecken nur bedingt möglich war und ich beim Beugen gerade einmal 90 Grad erreichte. Vorbei die bangen Minuten, als mein Knie nach einer Belastung regelmäßig angeschwollen ist. Die Zeit heilt Wunden. Jetzt verstehe ich diesen Spruch noch besser.

Das Ergometer ist nicht mehr mein einziges Trainingsgerät. Denn inzwischen gehen sich schon 120 Grad Beugung aus, die Streckung des Knies ist ebenfalls möglich. Mein Trainingsinhalt hat sich dementsprechend verändert. Krafttraining und Ergometer stehen zwar immer auf meinem täglichen Programm, doch ich habe bereits die ersten Laufeinheiten absolviert. Was für ein geiles Gefühl! Klar, mein Physiotherapeut Fabian Fussenegger steht immer an meiner Seite und achtet penibel darauf, dass ich nicht übermütig werde. Aber als Fußballer willst du dich bewegen, deshalb genieße ich es doppelt. Darauf will ich aufbauen und mich weiter kontinuierlich steigern.

Aber auch die anderen Aktivitäten wie Fahrradfahren und Wandern gehören inzwischen zu meinem Alltag. So nutze ich die Zeit, um mit meiner Freundin Sarah oder mit Freunden die schöne Natur in Vorarlberg „unsicher“ zu machen. Es sind jene Personen, die mich auch damals bei der Diagnose unterstützt und mir so jene Kraft gegeben haben, die ich dringend benötige.

Viele Gedanken im Kopf

Denn bei so einer langen Verletzungspause denkt man als Fußballer – gezwungenermaßen – viel nach. Und so kann ich jetzt sagen, dass ich in vielen Dingen eine andere Sichtweise entwickelt habe. Ich bin mir auch sicher, dass ich als Mensch gereift bin. Grundsätzlich bin ich nun der Auffassung, dass sich viele Fußballprofis selbst zu wichtig nehmen. Was nicht zuletzt auch eine Folge der medialen Aufmerksamkeit ist. Knallhart muss ich aber eingestehen: Ein jeder ist auswechselbar und muss – vor allem – froh sein, gesund zu sein.

. . . und Lebensgefährtin Sarah inzwischen bestens. Fotos: privat
. . . und Lebensgefährtin Sarah inzwischen bestens. Fotos: privat
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